Vielseitigkeit: Über Aachen nach Blair Castle

Von: rau
Letzte Aktualisierung:
10618238.jpg
Auf dem Weg zum Sieg: Sandra Auffarth auf Opgun Luovo 2014 bei ihrem Ritt auf Platz eins. Foto: sport/Pressefoto Baumann

Aachen. Medaillen erhalten sie zwar nicht, noch nicht. Die werden erst am 13. September in Großbritannien vergeben. Denn die Vielseitigkeit – international Eventing genannt – ist nicht Teil der Reit-EM 2015 in Aachen. Sie kürt ihre Europameister erst im September im schottischen Blair Castle.

Teil des Aachener Turniers sind die Eventer aber seit den Weltreiterspielen 2006 allemal, und daher tragen sie auch im Rahmen dieser EM ihren Wettkampf aus. Wie beim alljährlichen CHIO seit 2007 Tradition wird in der Soers um den Nationenpreis, den DHL-Preis, geritten.

Während die Teilnehmer an der Reit-EM 2015 ausschließlich vom Kontinent stammen, geben sich die Vielseitigkeitsreiter richtig international. 43 Teilnehmer mit 45 Pferden aus elf Nationen wurden gemeldet, darunter auch Eventer aus Australien, Neuseeland und den USA. Und die Starterliste kann sich sehen lassen: Angeführt wird sie von Doppel-Weltmeisterin Sandra Auffarth und Vize-Weltmeister Michael Jung sowie den Team-Weltmeistern Dirk Schrade und Ingrid Klimke. Aus Australien kommen unter anderem Christo-pher Burton, Aachen-Sieger 2012 und 2013, sowie Andrew Hoy, aus Neuseeland Mark Todd – um nur einige zu nennen.

Für Hans Melzer, der gemeinsam mit Chris Bartle die deutschen Vielseitigkeitsreiter betreut – und das höchst erfolgreich –, ist das Aachener Nationenpreis-Turnier eine gute Möglichkeit, seine Reiter noch einmal mit Blick auf die EM vier Wochen später zu testen. Zehn Reiter dufte das Duo für die Prüfung in Aachen benennen, neben den bereits genannten sind das Niklas Bschorer, Andreas Dibowski, Bettina Hoy, Andreas Ostholt, Claas Hermann Romeike und Peter Thomsen. Sechs von ihnen dürfen im September den Weg über den Ärmelkanal antreten.

„Aachen ist ein Sprungbrett – für die EM und für die Olympischen Spiele 2016“, sagt Melzer und denkt bereits über Aachen und das britische Blair Castle hinaus bis ins brasilianische Rio de Janeiro. Wie zur EM reisen die deutschen Vielseitigkeitsreiter als Titelverteidiger dorthin; aktuell halten sie alle Titel, denn das deutsche Team wurde 2015 in Caen auch Weltmeister. Während ihn Team-Kollegin Auffarth in der WM-Einzelwertung knapp auf den Silberrang verwiesen hatte, tritt Michael Jung, auch Olympiasieger 2012 in London, bei der EM im Einzel als Titelverteidiger an.

Für die Zuschauer in Aachen eine Top-Gelegenheit, die aktuell erfolgreichsten Vielseitigkeitsreiter der Welt in Aktion zu sehen. Los geht es am Donnerstag um 8.30 Uhr mit der Teilprüfung Dressur, gefolgt von der Teilprüfung Springen. Beides findet im Stadion 2, dem Platz hinter der Haupttribüne, statt. Ab 14 Uhr steht am Freitag der spannendste Teil auf dem Programm: der Cross-Country, der über die Geländestrecke in der Soers führt, mit dem Ziel im Hauptstadion. Der beste Reiter nach Springen und Dressur geht als Letzter auf die Strecke, so dass Spannung bis zum Schluss garantiert ist. 2014 triumphierte das deutsche Team sowie im Einzel Sandra Auffarth auf Opgun Louvo vor Ingrid Klimke auf Escada und Michael Jung auf Sam.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert