Glücksfall für Trude Hestengen

Glücksfall für Trude Hestengen

Von: rau
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Gehen nach dem Rückzug von Alexander Rath und Totilas doch noch im Grand Prix Spécial an den Start: Trude Hestengen und Tobajo Pik Disney. Foto: sport/osnapix

Des einen Leid ist des anderen Freud: Als 31. des Grand Prix hatte die Norwegerin Trude Hestengen mit Tobajo Pik Disney (69,9 Prozentpunkte) die Qualifikation für den heutigen Grand Prix Spécial verpasst. Eigentlich. Denn am Samstag eröffnet die 31-Jährige um 11 Uhr die Dressur, in der die ersten Einzelmedaillen vergeben werden.

Hestengen, die mit dem norwegischen Team Platz 15 belegt hatte – nach Platz 21 bei der WM in Caen 2014 und dem 56. Einzelplatz –, profitiert von einem Rückzug: Matthias Alexander Rath (Kronberg) und Totilas sind nicht mehr am Start. Der schwarze Hengst war am Donnerstag im Grand Prix hinten deutlich ungleich gegangen, hatte Richter, Funktionäre und Zuschauer in ihren Meinungen gespalten. Mit 75,971 Prozentpunkten – die Richter schwankten zwischen 71,6 und 80,1 – hatten die Deutschen Platz 6 im Einzelklassement eingenommen und mit dem deutschen Team die Bronzemedaille gewonnen. Am Freitag zogen Reiter und Mannschaftsleitung den Hengst nach Videostudium zurück – Totilas ist bereits in einer Klinik in Belgien.

Unter den 30 Besten

Nun wird sich Trude Hestengen als faire Sportfrau sicher nicht über die Probleme im deutschen Lager freuen, doch unter 72 Reitern im Grand Prix nun den Sprung unter die 30 besten im Grand Prix Special geschafft zu haben, ist ein Grund zur Freude. Weiter wird es allerdings nicht gehen: Nur die besten 15 Paare qualifizieren sich für die Kür am Sonntag.

Für Deutschland ist das Damen-Trio Isabell Werth (Rheinberg; Start 14.17 Uhr) mit Don Johnson, Jessica von Bredow-Werndl (Tuntenhausen; 15.11) mit Unee BB und Kristina Bröring-Sprehe (Dinklage; 15.55) am Start. Mit ihrem Hengst Desperados hat Letztere gute Chancen, eine Medaille zu ergattern. Doch der Niederländer Hans-Peter Minderhoud (16.28) auf Johnson und die Spanierin Beatriz Ferrer-Salat (16.17) mit Delgado – Vierte und Fünfte hinter der Deutschen im Grand Prix – sind in Lauerstellung.

Als Top-Favoritin geht Titelverteidigerin Charlotte Dujardin (Großbritannien; 16.06) mit Valegro ins Viereck. Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin hält mit über 88 Prozentpunkten den Weltrekord im Grand Prix Spécial. Den hatte sie Edward Gal „abgejagt“, der damals auf Totilas brilliert hatte. Bei der EM ist der Niederländer mit Undercover nach seinem tollen Auftritt im Grand Prix nun der ärgste Widersacher. Klar ist – Fehler darf sich jetzt im Medaillenkampf keiner mehr leisten.

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