Aachen - Gelingen dem deutschen Team zwei perfekte Tage?

Gelingen dem deutschen Team zwei perfekte Tage?

Von: rau
Letzte Aktualisierung:
10592347.jpg
Der Weltranglisten-Zweite: Daniel Deußer. Foto: Frieler
10591896.jpg
Der Titelverteidiger: Roger-Yves Bost. Foto: sport/Toffi
10591883.jpg
Der Weltmeister: Jeroen Dubbeldam. Foto: sport/EQ image
10591872.jpg
Der Olympiasieger 2012: Steve Guerdat. Foto: sport/Rau

Aachen. Er ist die Nummer 2 der Welt und gehört zu den Favoriten im Parcours. 2013 ritt Daniel Deußer bei der Europameisterschaft im dänischen Herning sein erstes Championat, gewann Silber mit der Mannschaft und wurde Fünfter im Einzel.

2014 verpasste er bei der WM im französischen Caen mit dem Team knapp eine Medaille und war als Sechster bester Deutscher. Auch in Aachen führt der im belgischen Mechelen lebende Springreiter gemeinsam mit Ludger Beerbaum (Riesenbeck) das deutsche Team an, zu dem noch Christian Ahlmann (Marl), Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) und als Ersatz Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) gehören.

Deußer, 2014 auf Cornet d‘Amour Weltcup-Sieger, war von Bundestrainer Otto Becker frühzeitig für die EM gesetzt worden, nach dem CSIO Mannheim Mitte Juli folgten Becker und Ahlmann. Erst mit zwei fehlerfreien Runden in Hickstead überzeugte Michaels-Beerbaum den Coach. „Da hat sie den Sack zugemacht“, ist Becker zufrieden – auch dass Meyer mit ihrer Nachwuchshoffnung Goya so schnell den Sprung auf dieses Niveau geschafft hat.

„Wir müssen nicht drumherumreden. Wir wollen in Aachen eine Medaille gewinnen. Bisher waren wir in den Nationenpreisen gut, aber nicht gut genug“, so Becker, dessen Reiter als WM-Vierte zumindest die Olympia-Qualifikation als „allererstes Ziel“ gesichert hatten. „Wir haben ein gutes Team, aber die Spitze liegt im Springen erfahrungsgemäß sehr eng zusammen.“

Die Frage, was bisher schief lief, haben sich auch seine Reiter gestellt. „Die Ergebnisse waren nicht schlecht, es fehlt nur ein Sieg“, so Deußer, der am Donnerstag 34 Jahre alt wird. „Es wird schwer, denn bei der EM muss an zwei Tagen alles stimmen.“ Gute Chancen auf eine Medaille sieht er trotzdem – auch im Einzel. „Ich rechne mir einen vorderen Platz aus, Cornet ist gut in Form, ich muss ihn bis zum ersten Start am 19. August nur noch motiviert halten.“

Offene Fragen gibt es dagegen bei der Konkurrenz, die erst am Montag um Mitternacht die endgültigen Nennungen abgeben muss. Während Weltmeister Jeroen Dubbeldam (Niederlande) mit Zenith wohl die niederländische Mannschaft anführen wird, kann Titelverteidiger Roger-Yves Bost (Frankreich) nur mit einem anderem Pferd kommen, denn seine Stute Myrtille Pauloix, liebevoll Mimi genannt, wurde im Oktober 2014 aus dem Sport verabschiedet.

Kommt er, und wenn mit welchem Pferd? Fragezeichen stehen hinter Olympiasieger Steve Guerdat (Schweiz). Sein Top-Pferd Nino des Buisson-nets ist noch bis zum 19. September gesperrt, nachdem es positiv getestet worden war. Die Suspendierung seines Reiters wurde dagegen aufgehoben, da mit Schlafmohn verunreinigtes Futter die Ursache für den positiven Test war. Aktuell wird wohl noch nach einem juristischen Schlupfloch gesucht, um Ninos Start bei der EM vielleicht doch noch möglich zu machen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert