Fans hoffen auf einen Coup des Routiniers

Von: luk
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Der Favorit der Zuschauer: Springreiter Ludger Beerbaum holt heute EM-Gold – wenn es denn nach Kristin Schwardt, Heinz-Jürgen Waldeck, Anke Pfaul, Jürgen Brinkmann und Emily Jakubowski geht. Nur Heiko Frantzen hatte eigentlich einen anderen Tipp.

Aachen. Diesen Text sollte Ludger Beerbaum unbedingt lesen, bevor er heute Nachmittag mit seiner Schimmelstute Chiara ins Hauptstadion einreitet; dieser Text würde Ludger Beerbaum für das Finale der Springreiter noch einmal zusätzlich motivieren. Die deutschen Fans in der Soers sind sich nämlich ziemlich sicher, dass der Routinier im letzten Wettkampf der Europameisterschaft die Goldmedaille im Einzel gewinnen wird.

Die Chancen dafür stehen eigentlich gar nicht so gut, Beerbaum ist im Moment Siebter; der Rückstand auf den führenden Spanier Sergio Alvarez Moya beträgt zwar weniger als einen Abwurf, er muss aber erst einmal wettgemacht werden. Und zwischen dem Deutschen und dem ersten Platz liegen ja noch ein paar andere Reiter, die den EM-Titel auch gerne gewinnen würden. „Beerbaum hat so viel Routine, er hat so viel Erfahrung, er kann das trotzdem schaffen“, sagt Anke Pfaul, die aus Baden nach Aachen gekommen ist. Und „der Ludger“, so sagt sie das, habe ja viele, viele Zuschauer auf seiner Seite. Sie selbst zum Beispiel, und auch Kristin Schwardt aus Grube im hohen Norden setzt auf einen Heimsieg des deutschen Routiniers. „Ein Bauchgefühl“ sei das, „und die Niederländer haben ja langsam mal genug gewonnen“.

Jürgen Brinkmann aus Münster und Heinz-Jürgen Waldeck aus Baesweiler glauben, dass Beerbaum heute noch einmal richtig Gas geben wird, im wahrsten Sinne des Wortes. „Ich drücke ihm die Daumen“, sagt Waldeck,;„ich würde ihm das echt gönnen“, sagt Brinkmann. Und die vielleicht eingängigste Erklärung für einen Sieg des deutschen Springreiters hat Emily Jakubowski aus Alsdorf, die Neunjährige sagt: „Er gewinnt, weil er einfach der Beste ist.“

Nur Heiko Frantzen, Exil-Aachener in Mainz, hatte eigentlich auf einen anderen Reiter getippt: Cassio Rivetti; doch das Pferd des brasilianischen Ukrainers schaffte es nicht durch den Vet-Check. „Es wird auf jeden Fall ein enger, spannender Wettkampf werden“, sagt Frantzen. Ganz Bestimmt.

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