Anky van Grunsven: Von der Dressur zum Reining

Anky van Grunsven: Von der Dressur zum Reining

Von: luk
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Eine Dressur-Olympiasiegerin im Reiningsattel: Anky van Grunsven geht ab morgen bei den Westernreitern an den Start. Foto: Thomas Rubel

Anky van Grunsven kennt in der Soers so ziemlich jedes Fleckchen. Die Niederländerin ist schon oft in Aachen gewesen, wie oft, das weiß sie gar nicht mehr. Und wenn sie dann da war, war sie auch noch sehr erfolgreich. Die Dressurreiterin gewann 2004 den „Großen Preis“ , 2005 den Nationenpreis, 2006 ist sie in der Soers Weltmeisterin in der Kür geworden. Aachen, das sei etwas Besonderes, sagt sie.

Van Grunsven, 47, ist auch dieses Jahr wieder da, und trotzdem ist für sie bei den Europameisterschaften alles ganz anders: Sie ist nicht wie sonst als Dressurreiterin gekommen, dieses Mal startet sie bei den Westernreitern im Reining.

Das mit dem Reining hat 2009 angefangen, da ritt die dreimalige Dressur-Olympiasiegerin die ersten Turniere, 2010 war sie beim Showprogramm „Pferd und Sinfonie“ dann auch in Aachen im Reiningsattel zu sehen. Kurz danach ritt sie sogar schon eine WM, mit dem niederländischen Team wurde sie Achte, im Einzel verpasste sie als 39. in der Qualifikation das Finale. Es sei zwar nicht alles rund gelaufen, „aber es hat Spaß gemacht“, und deswegen machte van Grunsven, die immer noch auch Dressurpferde reitet und als Trainerin arbeitet, weiter mit dem Reining.

Die EM in Aachen ist ihr zweites internationales Turnier, sie wird den Wallach Whiza­shingwalla BB satteln. In der Dressur sei es bei solchen Titelkämpfen immer ihr Ziel gewesen, um die Plätze 1 bis 3 mitzureiten, das sei jetzt anders. „Ich möchte einfach möglichst gut reiten“, sagt van Grunsven. Ob das nicht ein bisschen untertrieben für eine Weltklasse-Reiterin sei? Nein, sagt sie, sie könne zwar gut reiten, „aber Dressur und Reining sind zwei unterschiedliche Dinge“. Und deswegen solle keiner meinen, dass sie um den Sieg mitreite. „Ich bin nicht so gut“, sagte sie und lacht, „aber ich hoffe, dass ich eine stabile Leistung abrufen kann, um der Mannschaft zu helfen.“ Und Spaß, den will sie haben. Einen besseren Ort als Aachen kann sich Anky van Grunsven dafür nicht vorstellen.

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