Yannic Stollenwerk: Europacup, DM und Bundesliga

Von: Helga Raue
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Zufrieden im Ziel in Wuustwezel: Yannic Stollenwerk bei seinem ersten Europacup. Foto: privat

Triathlon Eschweiler. Manchmal können Verletzungen doch für etwas „gut“ sein. Yannic Stollenwerk lacht: „Ich hatte mich beim Laufen verletzt, und die Jungs der Triathlon-Abteilung sagten, ,dann geh' doch mal mit uns schwimmen'.“ Das war 2009. „Und ich habe schnell gemerkt, dass mir das Spaß macht“, sagt der 27-Jährige, der seither im Triathlon antritt.

Mit Erfolg: Denn erstmals gelang ihm die Qualifikation für die Europacup-Serie. Für den Wettkampf im belgischen Wuustwezel (bei Antwerpen) war er als einer von fünf deutschen Athleten nominiert worden und belegte bei seinem ersten internationalen Einsatz den 20. Platz (von 75 Athleten).

Stollenwerk ist gleich auf mehreren Schienen unterwegs: Nachdem er ursprünglich beim Eschweiler Marathonclub mit dem Laufen begonnen und dort auch in den Triathlon reingeschnuppert hatte, startet er aktuell für den DLC Aachen, das Team Weicon Tri-Finish Münster und Twente Enschede.

Stollenwerk, von 2010 bis vergangenes Jahr für das Kölner Triathlon-Team aktiv, schiebt die Erklärung für die drei Klubs lachend nach: „Ich bin Mitglied beim DLC, da der aber nicht in der Ersten Bundesliga vertreten ist, starte ich mit Münster, wo ich bessere Startmöglichkeiten als in Köln habe, in der Eliteklasse. Und da ich zusätzliche Wettkampfmöglichkeiten suchte, gehe ich zudem mit Enschede in der ersten niederländischen Liga auf die Strecken.“

Lieber kürzer

Die Strecken sind vergleichsweise kurz – denkt man an den Ironman: „In der Bundesliga gibt es hauptsächlich Sprintwettbewerbe.“ Dabei sind aber immer noch 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen zu absolvieren, bei Kurzdistanzen 1,5, 40 bzw. zehn Kilometer.

„Die kurzen Strecken machen mir mehr Spaß. Einen Ironman kann ich mir im Moment nicht vorstellen, das ist eine andere Sportart. Auch weil sich dabei der Fokus auf das Radfahren verschiebt“, meint der 27-Jährige, der in der Saison von April bis September etwa 15 bis 20 Wettkämpfe bestreitet. Und Stollenwerks Schwerpunkt liegt immer noch auf dem Laufen. „Ich glaube, man muss als Kind mit dem Schwimmen beginnen, um hier top zu sein“, ist die Teilstrecke im Wasser für ihn das schwierigste Stück des Wettkampfs.

Die Europacup-Qualifikation war schon in der vergangenen Saison sein Ziel, da hatte es aber nicht geklappt. Beim Bundesliga-Rennen in Tübingen Anfang August hatte der Lehramtsreferendar, der am Gymnasium Alsdorf die Fächer Mathematik und Physik unterrichtet, als Gesamt-20. und achtbester Deutscher seine bislang beste Platzierung erzielt und die Norm des nationalen Verbandes (deutsche Top 10) erfüllt.

Das nächste Europacup-Rennen folgt im portugiesischen Funchal, gefolgt von Melilla, einer spanischen Enklave in Marokko. In Marokko finden auch zwei Rennen zum Afrika-Cup statt, eins in Agadir, das andere in Dakar. „Ich würde schon gerne dort starten, aber das ist auch eine Kostenfrage. Ich überlege, ob ich am 8. Oktober in Melilla starten werde.“

An diesem Wochenende steht in Grimma erst einmal die Bundesliga, zugleich Deutsche Meisterschaft, auf dem Programm. „Ein Platz unter den ersten 20 wäre toll“, erhofft sich Stollenwerk, der 2016 krankheitsbedingt passen musste und in den Jahren zuvor Plätze zwischen 23 und 25 belegt hatte.

Nächstes Wochenende geht es in der niederländischen Liga nach Veenendaal, dann ist eine Woche Pause, bevor der Eschweiler mit Münster beim letzten Bundesliga-Rennen den aktuell sechsten Platz (unter 16 Teams) verteidigen will. „Unser Ziel mit der Mannschaft war die Top 12, schon die Top 10 wäre super, eine Top-6-Platzierung wäre einfach toll.“

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