Viele offene Fragen für den TK Kurhaus

Von: Lars Brepols
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Kurhaus-Trainer Dominik Meffert muss im Heimspiel am Freitag auf seine Topspieler verzichten, dennoch will er mit seinem Team auch nach dem Duell mit Weinheim Tabellenführer bleiben. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Unser Dream-Team haben wir nicht am Start“, sagt Alex Legsding, Teamchef des Tennis-Bundesligisten TK Kurhaus Aachen, vor dem Match am Freitag (13 Uhr) gegen den Aufsteiger TC Weinheim. Da die Top-30-Spieler nicht mehr eingesetzt werden dürfen und viele Akteure des Lambertz-Teams noch auf der ATP-Tour unterwegs sind, wird sich erst kurzfristig ergeben, wer für den Tabellenführer aufschlägt.

Zumindest auf Nils Langer, der in dieser Saison alle Spiele für Kurhaus gewonnen hat, und Matthias Bachinger können die Aachener zurückgreifen. Philipp Petzschner wird wohl im Doppel zum Einsatz kommen, auch wenn sich der 33-Jährige derzeit noch am Schlagarm behandeln lassen muss. Die Verletzung hatte er sich bei seinem sensationellen Doppelerfolg an der Seite des Österreichers Julian Knowle beim ATP-Turnier im schwedischen Båstad zugezogen.

Das Duo sicherte sich den Titel im Endspiel gegen die Niederländer Sander Arends und Matwe Middelkoop in drei Sätzen. „Es sieht ganz gut aus für Freitag“, hofft Legsding auf den Einsatz des Routiniers. „Philipp hat seine Wildcard für das Turnier in Hamburg zurückgegeben und wird jetzt vom Physio fit gemacht“, sagt der Teamchef.

Trotz der vielen Fragezeichen in Sachen Aufstellung blickt auch Trainer Dominik Meffert optimistisch voraus: „Ich gehe davon aus, dass wir am Freitag erfolgreich sein werden, aber es wird kein Selbstläufer. Wir hoffen natürlich, dass wir noch weitere Verstärkungen dazubekommen.“

Mit welchen Team der Gegner aus Weinheim anreisen wird, steht ebenfalls noch in den Sternen. „Die haben dieselbe Situation wie wir“, weiß Meffert, der dem Aufsteiger bislang eine sehr gute Saison attestiert. „Ihre Spieler sind in der Weltrangliste nicht so hoch platziert, aber sie haben ein gutes Mannschaftsgefüge“, verdeutlicht Meffert.

Nach zwei Unentschieden gegen Düsseldorf und Mannheim und einem Sieg gegen Blau-Weiss Aachen folgte am Wochenende die erste Niederlage für den Aufsteiger. Mit 1:5 musste sich das Team von Frank Wintermantel dem amtierenden Deutschen Meister Gladbacher HTC geschlagen geben, jedoch verzichteten die Weinheimer auf ihre Topspieler. Das könnte sich möglicherweise schon am Freitag ändern, denn gegen Aachen oder am Sonntag im Heimspiel gegen Halle will das Team aus Baden-Württemberg die noch nötigen Punkte für den Klassenerhalt einfahren.

Aljaz Bedene, Ex-Kurhaus-Spieler und die Nummer 1 der Weinheimer, wird am Freitag wohl nicht in die Kaiserstadt zurückkehren, denn auch er ist – wie auch einige Kurhaus-Spieler – noch beim ATP-Turnier in Hamburg im Einsatz. Weinheims Sportlicher Leiter Jürgen Kadel erklärte nach der Pleite gegen Gladbach, dass sie zumindest für den Doppelspieltag auf die Einsätze von Yannick Hanfmann, Luca Vanni und Jose Hernandez-Fernandez hoffen.

Nicht nur die Unsicherheit in Sachen Teamaufgebot beschäftigt derzeit die Kurhaus-Verantwortlichen, auch das Wetter lässt sie nicht ganz kalt. „Permanent ändert sich die Vorhersage, aber wir sind bester Hoffnung für Freitag“, sagt Meffert. Dem pflichtet auch Teamchef Legsding bei: „Wir wollen die Spiele gut über die Bühne kriegen, denn in die Halle ausweichen möchten wir lieber nicht.“

Nach den regnerischen Tagen konnte der Coach am Mittwoch mit Nils Langer eine erste Einheit in Köln absolvieren, am Donnerstag wird dann in Aachen trainiert, um bestmöglich auf Freitag vorbereitet zu sein. „Wenn wir gewinnen, dann sind wir weiterhin Tabellenführer. Das ist schon ein toller Erfolg“, will Legsding zu diesem Zeitpunkt das Ziel Meisterschaft noch nicht ausgeben. „Wir gucken jetzt einfach weiter von Spiel zu Spiel.“

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