Max Keller: Letzter Feinschliff vor dem großen WM-Auftritt

Von: Lars Brepols
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Voll fokussiert auf seinen ersten WM-Kampf: Der PTSV-Boxer Max Keller. Foto: imago/Sven Simon

Boxen Aachen/Hennef. Noch rund zwei Wochen, dann wird es Ernst für Max Keller. Für den Aachener Superschwergewichtler steht dann der erste Kampf bei der Box-WM auf dem Programm. Dafür bereitet sich der 25-Jährige momentan intensiv in der Sporthochschule Hennef vor. „Es läuft alles nach Plan“, sagt Keller, der aktuell 109 Kilo auf die Waage bringt. „Die Bedingungen hier in Hennef sind für den Feinschliff optimal.“

Morgens um 6.30 Uhr klingelt derzeit täglich der Wecker bei Max Keller. Dann geht‘s zum Wiegen und anschließend wird eine lockere Frühsport-Einheit absolviert. Nach einem gemeinsamen Frühstück bittet Trainer Gregory Tolkovets um 10 Uhr zur ersten intensiven Trainingseinheit. Hier werden dann die Grundlagen im Ausdauerbereich gelegt. Am Nachmittag geht es beim Sparring im Ring richtig zur Sache. „Kurz vor der WM muss man halt wettkampfähnlich trainieren“, verdeutlicht Keller.

Beim internationalen Boxturnier im tschechischen Usti nad Labem wurde zuletzt deutlich, woran der Boxer vom PTSV Aachen noch tüfteln muss. Als „ausbaufähig“ bezeichnet er selbst seine Leistung, auch wenn es am Ende zu Platz zwei reichte. „Technisch war das soweit in Ordnung, aber an meinem Defensivverhalten muss ich noch arbeiten“, weiß Keller, der seinen ersten WM-Kampf am 26. August bestreiten wird.

„Wir bleiben jetzt noch bis zum 21. August hier in Hennef. Dann geht es mit dem Bus nach Hamburg“, freut sich der in der Bundesliga für den Nordhäuser SV startende Keller auf sein erstes Duell.

Auf wen er dabei treffen wird, entscheidet sich erst kurz vor WM-Beginn. „Am 24. August werden die Paarungen ausgelost. Daher kann ich meine Chancen noch schwer einschätzen. Die ersten beiden Kämpfe will ich aber auf jeden Fall gewinnen und eine Medaille ist schon mein Ziel, welche Farbe dabei auch immer rauspringt“, sagt Keller selbstbewusst.

Ein paar Ratschläge hatte zuletzt auch Henry Maske für ihn parat. Die deutsche Box-Legende eröffnete Anfang August die Wanderausstellung „Hall of Fame des deutschen Sports“ im Aquis Plaza in Aachen. Bei der anschließenden Gesprächsrunde durfte auch Keller auf dem Podest Platz nehmen. „Vor dem offiziellen Teil hatte ich die Gelegenheit, mal unter vier Augen mit ihm zu reden und ein paar Fragen zu stellen. Das war schon sehr hilfreich für mich“, berichtet Keller. Welche Tipps der „Gentleman“ ihm mit auf den Weg gegeben hat, will Keller allerdings nicht verraten: „Das behalte ich für mich“.

Da der Boxsport momentan sein Leben bestimmt, bleibt nicht viel Zeit für sein Psychologie-Studium. „Die Masterarbeit habe ich erst mal hinten angestellt, um mich voll auf das Boxen zu konzentrieren“, sagt Keller. „Das war aber genauso geplant“, macht sich der 25-Jährige keine allzu großen Sorgen.

Ob sich der Aufwand am Ende auszahlt, wird sich am 26. August im Boxring zeigen.

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