Kurhaus verliert Krimi gegen Weinheim

Von: Lars Brepols
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Zeigte gegen Weinheim im Einzel eine starke Leistung: Cedric-Marcel Stebe, der erst am Mittwoch beim ATP-Turnier am Hamburger Rothenbaum gescheitert war. Foto: Wolfgang Birkenstock

Tennis Aachen. Alex Legsding hatte es bereits vor der Partie gegen den TC Weinheim angekündigt: Mit einem „Dream-Team“ werde Kurhaus sicher nicht an den Start gehen. Dass der Teamchef Recht behalten sollte, zeigte sich am Freitag beim Blick auf die Anzeigetafel.

Denn dort tauchte plötzlich auch der Name von Kurhaus-Trainer Dominik Meffert auf. Gemeinsam mit seinem Team lieferte sich der 36-Jährige einen wahren Schlagabtausch gegen den starken Aufsteiger aus Baden-Württemberg. Am Ende musste sich der bis dato ungeschlagene Ligaprimus aber 2:4 beugen und kassierte somit im vierten Spiel die erste Saisonniederlage.

„Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Jungs haben bis zum Schluss toll gekämpft“, erklärte Legsding, der nur durch den Einsatz des Trainers vier Spieler nominieren konnte.

Schon nach den ersten beiden Einzeln sah es für die Gastgeber nicht gut aus. Sowohl Nils Langer als auch der spielende Trainer unterlagen ihren Gegnern klar in zwei Sätzen. Zwar kämpfte auch Langer bis zum letzten Ballwechsel, aber am Ende war er chancenlos gegen Jose Hernandez-Fernandez. Nicht viel besser lief es für Meffert: Nur den zweiten Satz konnte der 36-Jährige gegen Moritz Baumann ausgeglichen gestalten. Nach dem Break zum 4:4 keimte bei den Kurhaus-Fans sogar kurzzeitig noch einmal Hoffnung auf. Mit „Auf geht‘s Meffi“, feuerten sie ihn lautstark von der Tribüne an. Doch ein direktes Rebreak zerstörte schnell alle Zuversicht. Baumann zeigte bei eigenem Aufschlag keine Nerven und setzte sich nach einem 6:2 im ersten auch im zweiten Satz mit 6:4 durch.

Die Doppel bringen Entscheidung

Zwei Krimis erlebten die Zuschauer dann in den beiden weiteren Einzeln. Der top-gesetzte Cedric-Marcel Stebe, der erst am Mittwoch beim ATP-Turnier in Hamburg gegen seinen Kurhaus-Teamkollegen Diego Schwartzman knapp in drei Sätzen ausgeschieden war, zeigte gegen den Italiener Luca Vanni eine bärenstarke Leistung. Nach einem kurzen Durchhänger im zweiten Satz entschied er den Champions Tiebreak für sich. Beim Kurhaus-Anhang keimte erneut Hoffnung auf. Zeitgleich lieferten sich Matthias Bachinger und Jonas Lütjen eine ähnliche Schlacht auf Court 2. Auch hier setzte sich der Kurhaus-Akteur in der „Verlängerung“ durch.

So mussten die Doppel die Entscheidung bringen. Der verletzungsbedingte Ausfall von Philipp Petzschner spielte den Gästen dabei in die Karten. „Der Trizeps ist wohl angerissen. Ihm drohen mindestens drei Monate Pause. Das ist sehr bitter für uns. Mit ihm hätte es vielleicht zu mindestens einem Punkt gereicht”, vermutete Legsding, der somit im Hinblick auf das Mannheim-Spiel am Sonntag einen weiteren Spieler von seiner Liste streichen muss.

Wie in den beiden Einzeln zuvor erlebten die Zuschauer auch in den Doppeln ein echtes Herzschlagfinale. Doch sowohl Stebe/Meffert als auch Langer/Bachinger hatten nicht das bessere Ende für sich. Beide Begegnungen gingen knapp im Champions Tiebreak verloren.

Ergebnisse: Cedric-Marcel Stebe - Luca Vanni 6:3, 1:6, 11:9, Nils Langer - Jose Hernandez 3:6, 1:6, Matthias Bachinger - Jona Lütjen 2:6, 7:6 (5), 10:7, Dominik Meffert - Moritz Baumann 2:6, 4:6, Langer/Bachinger - Hernandez/Lütjen 6:4, 0:6, 8:10, Stebe/Meffert - Vanni/Baumann 7:6 (4), 3:6, 5:10

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