Aachen - Kreispokalfinale: SV Rott besiegt VfL Vichttal mit 1:0

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Kreispokalfinale: SV Rott besiegt VfL Vichttal mit 1:0

Von: Simon Mertens
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Kein Durchkommen für den VfL: Vichttals Melih Yilmaz (Mitte) wird von Rotts Julius Lammenett (links) Manuel Kanou gestoppt. Foto: Kurt Bauer
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So sehen Sieger aus: Der SV Rott wird zum ersten Mal Kreispokalsieger. Foto: Kurt Bauer

Fußball Aachen. Die Favoritenrolle war eindeutig vergeben. Im Finale um den diesjährigen Kreispokal galt es den einzig verbliebenen Mittelrheinligisten im Wettbewerb, den VfL Vichttal, zu bezwingen. Der Weg zum Erfolg für den SV Rott klang simpel, umso kräftezehrender war er in der Umsetzung.

 „Hätten wir versucht, auf demselben Niveau wie Vichttal Fußball zu spielen, hätten die uns die Hütte vollgehauen“, war sich der Rotter Coach Mirko Braun bewusst. Deshalb stellte Braun seine Mannschaft auf eine Defensivschlacht ein. Über schnelle Gegenangriffe nach Ballgewinn sollten die Rotter zum Erfolg kommen. Brauns Plan schien schnell aufzugehen: Bereits im ersten Versuch spielten sich die Eifler bis zum Tor von VfL-Keeper Marco Müllegans durch – Hassan Er schloss im Eins-gegen-Eins mit Müllejans (1.) aber zu überhastet ab.

Die Vichttaler, mit erdrückendem Ballbesitz im ersten Durchgang, wussten kaum etwas mit dem Spielgerät anzufangen. „Unser Balltempo war eine Katastrophe“, bemängelte VfL-Coach Andi Avramovic, der sah wie seiner Mannschaft im letzten Drittel die Ideen ausgingen. Die einzige Gelegenheit für den Mittelrheinligisten in Durchgang eins hatte Nick Gerhards, der an einer Hereingabe von Kapitän Oliver Weitz vorbeirutschte (42.).

An der optischen Überlegenheit des VfL änderte sich nach dem Seitenwechsel nichts. Die Rotter standen weiterhin tief in der eigenen Hälfte und lauerten auf Fehler der Vichttaler. Hinter der weit aufgerückten Abwehrkette des VfL ergaben sich dadurch viele Räume, die der Landesligist zu nutzen wusste: Innerhalb weniger Sekunden fand ein Ballgewinn des SV seinen Weg von Keita Ato über Nedim Basic zu Thomas Schmidt. Schmidt, mit der Führung auf dem Fuß, lief allein auf Müllegans zu und ließ sich das 1:0 (53.) nicht mehr nehmen.

Die Vichttaler antworteten wütend – und kamen zu klareren Chancen: Der eingewechselte Dominik Lenzen schoss aus 16 Metern knapp über die Latte, ehe Schiedsrichter Patrick Dupont nach einem Foul an Melik Abdullah auf den Punkt zeigte. Der eigentlich sichere Elfmeterschütze Erdal Celik nahm sich der Aufgabe an, fand jedoch in Rotts Schlussmann Patrick Diehl seinen Meister (66.).

In der Folge blieben weitere drückende Gelegenheiten des VfL aus, auch weil sich die Rotter nach wie vor in jeden Zweikampf warfen. Die letzte Großchance der Vichttaler gehörte erneut Erdal Celik (84.), dessen Kopfball ins lange Eck Diehl gerade noch aus dem Winkel fischte.

„Insgesamt hat uns die letzte Grelligkeit gefehlt“, musste Avramovic nach dem Abpfiff konstatieren, der mit seinem VfL bereits im vergangenen Jahr gegen Haaren das Finale um den Kreispokal verloren hatte. „Die Rotter waren extrem motiviert und wollten den Sieg einfach mehr als wir.“ Auf der anderen Seite stand ein Mirko Braun, der mit seiner Mannschaft Historisches erreicht hatte: „Das war der erste Kreispokalsieg in der Geschichte des SV Rott. Das macht uns natürlich extrem stolz“, strahlte Braun. „Noch stolzer bin ich auf meine Mannschaft. Wir sind als eine geschlossene Einheit aufgetreten. Ansonsten wäre dieser Erfolg gar nicht möglich gewesen.“

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