Der Abstieg ist für Blau-Weiss Aachen fast besiegelt

Von: Lars Brepols
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Niels Desein setzte sich im Einzel souverän durch. Foto: Jaeckel

Tennis Düsseldorf/Aachen. Es war wieder eine „ganz enge Kiste“, wie Teamchef Marc Zander es formuliert. Doch unter dem Strich steht die nächste Pleite für Blau-Weiss Aachen in der Tennis-Bundesliga. Das Team vom Luxemburger Ring unterlag am Sonntag beim Rochusclub Düsseldorf 2:4.

Somit rangieren die Aachener nach sechs von insgesamt acht Spielen weiterhin punktlos am Tabellenende. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist nur noch minimal. Sollte Blau-Weiss die noch ausstehenden Spiele gegen Köln und Mannheim gewinnen und der Gladbacher HTC die beiden Partien gegen dieselben Gegner in umgekehrter Reihenfolge verlieren, müssten die Matchpunkte am Ende entscheiden. „Wir haben nur noch eine ganz kleine theoretische Chance“, weiß Zander, der seinem Team zumindest für den Auftritt in Düsseldorf keinen Vorwurf machen will: „Die Jungs haben heute super gespielt. Es waren wieder nur Kleinigkeiten, die zum Sieg gefehlt haben.“

Zwei hart umkämpfte Einzel

Nachdem Jannis Kahlke sein Match gegen den Slowaken Filip Horansky schnell in zwei Sätzen abgegeben hatte, zeigte Niels Desein im Parallelspiel sein ganzes Können. Gegen den tschechischen Davis-Cup-Spieler Lukas Rosol setzte sich der Blau-Weiss-Spieler in zwei Sätzen durch (7:6, 6:4). „Niels hat sehr stark gespielt und den Punkt für uns super geholt“, berichtet Zander, der im Anschluss zwei hart umkämpfte Einzel sehen sollte.

Dabei spiegelt das auf dem Papier klare 4:6 und 3:6 von Yannick Mertens gegen den top-gesetzten Düsseldorfer Guido Andreozzi nicht den Spielverlauf wieder. „Das Match war ganz eng und hätte auch anders laufen können“, unterstreicht der Teamchef, der zudem auch noch die Pleite von Germaine Gigounon gegen Mats Moraing verkraften musste. Beim 13:15 im Champions Tiebreak hatte der für Aachen spielende Belgier sogar zwei Matchbälle, doch es sollte nicht sein. Nach den Einzeln lag Blau-Weiss also 1:3 zurück.

In den Doppeln gelang dem Team von Trainer Alex Jakubec dann endlich mal ein Sieg im Champions Tiebreak. Mertens schlug an der Seite von Sander Gille das Düsseldorfer Duo Moraing und Tom Schönenberg 10:8 in der „Verlängerung“. Doch da Desein und Gigounon ihre Partie gegen Andreozzi/Horansky nicht gewinnen konnten, war die nächste Pleite für die Aachener besiegelt.

„Nach sechs Pleiten kann man nicht immer sagen, wir haben Pech gehabt“, sagt Zander, der sich dennoch auf das letzte Heimspiel am kommenden Sonntag (11 Uhr) gegen Köln freut.

Ergebnisse: Guido Andreozzi - Yannick Mertens 6:4, 6:3, Lukas Rosol - Niels Desein 6:7 (5), 4:6, Mats Moraing - Germaine Gigounon 4:6, 6:2, 15:13, Horansky - Jannis Kahlke 6:2, 6:0, Andreozzi/Horansky - Desein/Gigounon 6:3, 7:6 (3) , Moraing/ Tom Schönenberg - Mertens/ Sander Gille 4:6, 6:3, 8:10

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