Broichweiden - Das Zusammenspiel funktioniert schon gut

Das Zusammenspiel funktioniert schon gut

Von: bj
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Spielen gemeinsam beim BTV: Aaron und Jakob Ernst.

Handball Broichweiden. Der Zwischenstand ist unspektakulär. Wie er zustande gekommen ist, ist aber durchaus bemerkenswert. 2:2 steht es zwischen dem Birkesdorfer TV und Schwarz-Rot Aachen, und beide Treffer der Dürener sind eine Koproduktion der Brüder Ernst. Aaron, 19, ist der Vorbereiter, Jakob, 25, der Vollstrecker.

„Die beiden verstehen sich schon sehr gut auf dem Feld“, weiß Vater Achim nicht erst seit dem zweiten Gruppenspiel des EWV-Cups. „Wenn ich mir vorstelle, dass da noch der Dritte mitmischt . . .“

Der Dritte, das ist Simon Ernst, 23. Er spielt nicht nur überaus erfolgreich für den VfL Gummersbach in der Bundesliga, auch aus der deutschen Nationalmannschaft ist er nicht mehr wegzudenken. Auch wenn Simon Ernst gerade mit einem Kreuzbandriss verletzt ausfällt, ist es schwer vorstellbar, dass die drei Brüder in einem Team vereint sind; der Leistungsunterschied ist (noch) zu groß. Das weiß auch der Älteste der drei Brüder, Jakob sagt: „Sollten wir drei jemals zusammenspielen, müsste Simon uns schon ein bisschen entgegenkommen.“

Er selbst ist seinem kleinen Bruder Aaron vor der Saison entgegengekommen, vom Nordrheinligisten TV Weiden ist er zu seinem Heimatverein Birkesdorfer TV zurückgekehrt. Auch wenn zwei Ligen zwischen diesen beiden Teams liegen, bewertet Jakob seinen Wechsel nicht als Rückschritt. „Ich finde es spannend, dass ich die Zukunft meines Herzensvereins mitgestalten kann“, sagt der 25-Jährige, der dafür sogar Angebote höherklassiger Vereine ausgeschlagen hat.

Die kann er in der kommenden Saison zusammen mit seinem kleinen Bruder gestalten, der Aufstieg in die Oberliga ist das große Ziel der Birkesdorfer. Dass Jakob Ernst eine „fulminante Verstärkung“ ist, war TV-Trainer Boris Lietz schnell klar, er sagt aber auch: „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass er zurückkehrt.“ Davon profitiere auch Aaron, dem Lietz „Fähigkeiten“ bescheinigt, „die ich nicht so oft gesehen habe“. Auch „verrückte Dinge“ seien dabei, manchmal allerdings ein bisschen zu verrückt für den BTV-Trainer, er sagt: „Manchmal geht’s auch schief. Dann ist Jakob zur Stelle und sagt: Jetzt reicht’s.“ Genau diese Dinge sind es aber, die Aaron in seinem jungen Alter zu einem außergewöhnlichen Spieler machen, und nicht nur beim EWV-Cup gibt es Trainer, die glauben, dass der 19-Jährige in die großen Fußstapfen seines Bruders Simon treten kann, sollte er körperlich noch robuster werden.

Für Marion Ernst spielt es nur eine untergeordnete Rolle, in welcher Liga ihre Söhne spielen. „Ich freue mich nur, dass die beiden zusammenspielen – auch, weil wir dann nicht mehr so viel fahren müssen“, sagt sie und lacht. Und vielleicht wird ja auch ihr großer Traum wahr, Marion Ernst sagt: „Es wäre schon toll, wenn alle drei zusammen spielen würden. Natürlich beim BTV.“

Das Zusammenspiel zwischen Jakob und Aaron Ernst funktioniert schon ziemlich gut, wie man beim EWV-Cup sieht. Auch wenn die dritte Koproduktion der beiden Brüder Ernst im Spiel gegen Schwarz-Rot Aachen krachend am Pfosten landet.

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