Constanze Nachtsheim holt den Sieg in der M-Klasse

Von: Ute Steinbusch
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Erfolgreiches „Heimspiel“: Constanze Nachtsheim und Schimmel Warrego Jericho. Foto: Nguyen

Würselen. Als zweite Starterin rechnet man im Springreiten nicht unbedingt damit, dass der vordere Platz bis zum Ende erhalten bleibt. „Ich war ja noch zusätzlich mit Eville am Start, da habe ich das gar nicht mitbekommen, dass meine Führung über die Zeit gehalten hat“, blickt Constanze Nachtsheim auf das M-Springen bei ihrem heimischen Reiterverein Würselen zurück.

Zwar hatte sie selbst gemerkt, dass sie mit ihrem Schimmel Warrego Jericho kurze Wege gewählt und „Fluss drin“ gehabt hatte. „Erst als die letzten sechs, sieben Starter dran waren, haben wir uns angeguckt und das wirklich realisiert“, schildert die junge Frau ihren Blick auf das Springen.

Der Sieg im M-Springen war schon ein toller Erfolg, da hatte sie an das folgende schwere Springen mit Stechen nur noch die Erwartung, „eine schöne Runde“ zu absolvieren. Doch Constanze Nachtsheim hat vielfach bewiesen, dass sie für Überraschungen gut ist. Wieder fand sie mit Warrego Jericho einen guten Weg, der sie bis in die Siegerrunde führte, als einzige weibliche Teilnehmerin neben dem für den RFV Heinsberg startenden Heino van Loon, Mihai Canta vom RFV Jan van Werth Jülich mit gleich zwei Pferden und Carsten Lux vom RFV Rodebachtal und Umgebung. „In der Siegerrunde ist mein Pferd auch gut gegangen. Wir hatten nur einmal ein bisschen Unruhe vor dem Sprung drin und dann den Abwurf. Aber ich bin trotzdem super zufrieden.“ Platz drei bedeutete der Fehler schließlich für Constanze Nachtsheim. Mihai Canta war mit Asmussen eine Sekunde schneller bei ebenfalls einem Abwurf. Einzig fehlerfrei und damit Sieger im schweren Springen blieb der Gangelter Carsten Lux auf Amiga.

Erfahrungen sammeln

Wie es nun weitergeht für die junge Frau, die seit Mai 2016 bei Frederik Knorren trainiert? „Eigentlich wollten wir es langsamer angehen lassen, so dass vielleicht zum Ende der Saison mal ein S-Springen drin gewesen wäre. Jetzt ist alles viel schneller gegangen, das hier war mein drittes S. Ich will jetzt erst mal auf diesem Niveau Erfahrungen sammeln. Die Distanzen sind schon merklich schwieriger und die Hindernisse höher.“

In den nächsten Tagen wird sie ihren Schimmel zunächst auf die Weide schicken. Aber bloß nicht zu lange: „Als wir ihn damals entdeckt haben, stand er auf der Wiese bei unserem Schmied, ungefähr ein Jahr lang. Irgendwann ist er an der Hand gestiegen.“ Warrego Jericho war vorher schon in höheren Prüfungen geritten worden und mit dem Nichtstun wohl unterfordert. Leicht machte er seiner jungen Reiterin den Einstieg nicht. „Wir haben erst eine Weile mit Trabstangen trainiert, über die er immer galoppiert ist. Es war schon ein langer Weg, ihn dahin zu kriegen, wo wir jetzt sind.“

Das Auge für das Potenzial des Schimmels schreibt sie ihrer Mutter zu. Zumal er damals nach so langer Auszeit auf der Wiese nicht gerade wie ein Sportpferd aussah, eher wie ein Rentner. „Wir fanden ihn beide interessant, aber meine Mutter war von ihm überzeugt.“

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