Versmold/Aachen - BW Aachen siegt, verpasst aber das Happy End

BW Aachen siegt, verpasst aber das Happy End

Von: rau
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Bewältigt die schwierigste Aufgabe: Yannick Mertens. Foto: Uwe Jäckel

Tennis Versmold/Aachen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt Marc Zander, und trotz des 6:3-Sieges beim TP Versmold wirkte der Teamchef des Tennis-Zweitligisten Blau-Weiss enttäuscht. Verständlich: Aachen beendet die Saison punktgleich mit dem TuS Sennelager, folgt aber aufgrund der schlechteren Matchpunkte auf Platz zwei.

Sennelager durfte ebenso einen 6:3-Sieg – in Hamburg – und damit den Titel feiern und muss bis zum 30. September mitteilen, ob man das Aufstiegsrecht wahrnimmt.

Schon der Blick auf die Hamburger Aufstellung am Morgen war ein Dämpfer für die Aachener gewesen. „Zwei starke Akteure, die am Freitag gespielt haben, fehlten, dafür standen zwei Youngster auf der Liste“, so Zander. „Trotzdem zwang Hamburg Sennelager fünf Mal in den Champions Tiebreak, konnte aber nur einen davon gewinnen.“ Ebenso wie bei Blau-Weiss hatte der Sieg nach den Einzeln mit 5:1 bereits festgestanden.

Die schwierigste Aufgabe der Aachener hatte Yannick Mertens an Position eins gegen Daniel Mansur zu bewältigen. Satz eins gewann er 6:3, unterlag im zweiten 3:6 und musste in den Champions Tiebreak, der sehr eng verlief, von Mertens aber letztlich mit 10:6 gewonnen wurde. „Das hat er gut gemacht, Yannick hat gezeigt, dass er liefern kann, wenn er liefern muss“, zollte Zander ihm Lob.

Auch Niels Desein musste gegen Marvin Netuschil in den Champions Tiebreak, nachdem er im ersten Satz schlecht gespielt und 1:6 verloren hatte. Ebenso endete der zweite Durchgang, aber zu seinen Gunsten. Ganz knapp entschied Desein die Entscheidungsrunde mit 11:9 für sich.

Souverän entledigte sich Yannik Reuter in zwei Sätzen seiner Aufgabe. Während Germain Gigounon an Position sechs (Zander: „Er war in dieser Saison eine Bank. Toll, wenn man hinten so aufstellen kann.“) sein Match in zwei Sätzen durchbrachte, musste Dominik Bartels einen Einzel-Punkt für Aachen abgeben. Der erste Satz war umkämpft in die „Verlängerung“ gegangen, im zweiten setzte sich der Schwede Robin Olin mit 6:4 durch. Zander: „Dominik hatte im ersten Satz 5:2 geführt und war auch im Tiebreak mit 5:2 in Führung gegangen.“

Zwei weitere Punktverluste gab es bei den – bedeutungslos gewordenen – Doppeln, nur Mertens/Reuter brachten ihr Match nach erfolgreichem Champions Tiebreak (11:9) zum sechstem Punkt durch.

„Wir sind schon enttäuscht, hätte Berlin vor zwei Wochen den Matchpunkt gegen Sennelager durchgebracht oder Hamburg anders aufgestellt, wäre es vielleicht anders ausgegangen“, so der Teamchef. Aachen hatte sich die einzige Niederlage gegen den neuen Meister geleistet – auch personell bedingt, denn an dem Tag war ein Akteur in Urlaub, ein anderer von der ATP gesperrt und drei weitere noch bei ATP-Turnieren im Einsatz gewesen. „Hätte, wenn und aber“, sagt Zander seufzend, „aber in anderer Besetzung wäre die Partie sicher offen gewesen. Insgesamt hat unsere Mannschaft aber super solide gespielt. Lange hat es keinen so soliden Zweiten mehr gegeben.“ (rau)

Versmold – BW Aachen 3:6: Daniel Mansur - Yannick Mertens 3:6, 6:3, 6:10; Marvin Netuschil - Niels Desein 6:1, 1:6, 9:11; Johann Willems - Maxome Authom 6:7 (3), 3:6; Isak Arvidsson - Yannik Reuter 4:6, 3:6; Robin Olin - Dominik Bartels 7:6 (8), 6:4; Christian Samuelsson - Germaine Gigounon 3:6, 2:6; Masur/Arvidsson - Mertens/Reuter 6:7 , 6:1, 9:11; Netuschil/Samuelsson - Authom/Marcel Hornung 7:5, 7:6 (3); Willems/Olin - Gigounon/Marc Merry 7:6 , 3:6, 12:10 (5)

 

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