Aachen - Blau-Weiss Aachen ist der zweiten Liga näher als dem Klassenerhalt

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Blau-Weiss Aachen ist der zweiten Liga näher als dem Klassenerhalt

Von: Wilhelm Peters
Letzte Aktualisierung:
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Holte gegen den Gladbacher HTC in einem hochklassigen Spiel den einzigen Sieg für Blau-Weiss Aachen: der Eupener Yannik Reuter. Foto: Uwe Jaeckel

Tennis Aachen. Ein Fünkchen Hoffnung keimte am Sonntag zwischenzeitlich auf beim Tennis-Bundesligisten Blau-Weiss Aachen. Doch am Ende dieses Tages war das Fünkchen einmal mehr erloschen, und es gab erneut kein Pünktchen Hoffnung in Sachen Klassenerhalt.

1:5 lautete die Bilanz gegen den noch amtierenden deutschen Mannschaftsmeister Gladbacher HTC, 0:10 Punkte nach nun fünf der acht Spieltage nageln die Aachener weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz fest. „Was des Öfteren fehlt, sind Selbstvertrauen und Kreativität, um die richtige Entscheidung zu treffen“, stellte Coach Alex Jakubec fest. „Yannik Reuter hat gezeigt, wie es geht. Wir wollen und werden die Saison nun ordentlich zu Ende spielen, eine kleine Chance auf den Klassenerhalt haben wir ja noch.“

Die Gladbacher hatten zwar die ersten beiden Einzel am Luxemburger Ring gewonnen, in denen entgegen sonstiger Bundesliga-Gepflogenheiten die jeweiligen Nummern eins und drei aufschlugen, statt zu Beginn die an zwei und vier gesetzten Spieler. Aachens top-gesetzer Renzo Olivo musste den Flieger nach München erreichen und von dort nach Kitzbühel zum ATP-Turnier weiterreisen, deswegen der Tausch. Er verlor aber ebenso in zwei Sätzen wie parallel Yannick Mertens.

Die beiden folgenden Spiele gaben dann Anlass, an eine erfolgreiche Wende zumindest an diesem Tag zu glauben: Yannik Reuter spielte gegen Daniel Gimeno-Traver einen ganz starken, variablen und konzentrierten ersten Satz, den er schnell mit 6:1 für sich entschied, um die „zweite Halbzeit“ mit 4:6 abzugeben. Die „Verlängerung“ zeigte dann, welche Klasse Reuter besitzt, wenn er richtig unter Druck gerät und das zeigen muss, was er kann: 3:6 lag der Eupener im Champions Tiebreak zurück, glich aus, überließ seinem Gegner dann nur noch einen Ballwechsel und gewann 10:7. Erleichterung, weil endlich einmal ein ganz wichtiger Champions Tiebreak zugunsten der Blau-Weissen ausging.

Gigounon im Pech

Nebenan, auf Court zwei, lief es zunächst auch nach Plan. Germaine Gigounon, zu Beginn sichtlich leicht gehandicapt durch die Folgen einer Knieverletzung, gelang gegen Roman Jebavy ein frühes Break zum 2:0, das er bis zum 6:3 durchbrachte. Dann schwächelte Gigounon, musste im zweiten Satz mit 2:6 passen. Im Champions Tiebreak war es dann Jebavy, der ab dem 3:3 über 6:3, 8:4 und 9:7 das bessere Ende auf seiner Seite verbuchte. Statt 2:2 hieß es nach den Einzeln 1:3. Mertens/Gigounon zwangen ihre Gegner im Doppel dann zwar auch in den Champions Tiebreak, verloren den aber 2:10, während Aachens zweites Doppel Sander Gille/Jannis Kahlke mit 2:6, 2:6 verlor.

„Alles wäre möglich gewesen bei einem Zwischenstand von 2:2“, sagt Coach Alex Jakubec. „Aber es ist gelaufen wie schon mehrmals: Wir haben die Chance, nutzen sie aber nicht. Das zieht sich wie ein roter Faden durch diese Saison. Aber es gibt in der Bundesliga immer nur ganz kleine Chancen. Da muss man mental so stark sein, sie zu nutzen.“

Teamchef Marc Zander bestätigte, „dass wir konsequent die Saison weiter- und zu Ende spielen werden, rechnerisch gibt es ja noch die Möglichkeit, die Klasse zu halten.“ Das wird schwer genug angesichts des Restprogramms: Kommenden Sonntag geht es nach Düsseldorf, dann kommt RW Köln, ehe die Reise am letzten Spieltag nach Mannheim führt. Dort wird nichts zu holen sein. Und ob zwei Siege in Düsseldorf und gegen Köln reichen, darf bezweifelt werden. Vier Punkte sind zu wenig, um auch kommende Saison in der Erstklassigkeit beheimatet zu sein. Misslingt das, „geht die Welt nicht unter. Es ist zwar eine riesige Freude, in der Bundesliga mitzuspielen, der Abstieg wäre aber kein Beinbruch“, sagt Zander.

Ergebnisse: Renzo Olivo - Adrian Menendez 6:7 (3), 3:6, Yannik Reuter - Daniel Gimeno-Traver 6:1, 4:6, 10:7, Yannick Mertens - Aleksandr Nedovyesov 3:6, 4:6, Germaine Gigounon - Roman Jebavy 6:3, 2:6, 7:10, Gigounon/Mertens - Menendez/ Tim Sandkaulen 3:6, 6:2, 2:10, Sander Gille/Jannis Kahlke - Nedovyesov/Jebavy 2:6, 2:6

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