ATG-Jugend-Staffel: „Das hat schon echt Spaß gemacht“

Von: Wolfgang Birkenstock
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Freuen sich über einen gelungenen Auftritt bei der 4 x 400-Meter-Staffel in Erfurt: die ATG-Nachwuchsathleten Leah Giesen (von links), Ricarda Kutsch, Clara Malangré und Carolin Führen. Foto: Wolfgang Birkenstock

Erfurt. „Die großen Deutschen Meisterschaften sind schon etwas ganz anderes, es ist richtig cool, da zu laufen“, ist Carolin Führen immer noch ganz begeistert von ihrem Start bei der Leichtathletik-DM in Erfurt.

Im frisch renovierten Steigerwaldstadion kamen sie und ihre drei Staffelkolleginnen Leah Giesen, Ricarda Kutsch und Clara Malangré über 4 x 400 Meter der weiblichen Jugend U 20 zwar nicht über den Vorlauf hinaus, die Nachwuchsathleten der Aachener TG konnten sich aber auf 4:06,01 Minuten steigern, am Ende bedeutete das Platz 13. „Wir waren sehr zufrieden“, so ATG-Trainer Peter Lindner.

Ein wenig erfolgreicher auf der großen Bühne der nationalen Leichtathletik war ihre ehemalige Vereinskollegin Johanna Bechthold. Die frühere ATG-Sprinterin war als Schlussläuferin der Staffel der LG Olympia Dortmund nach 43,87 Sekunden als Zweite im Ziel und holte zusammen mit ihren Teamkolleginnen Silber. Schneller waren nur die jungen Frauen der MTG Mannheim, denen in 42,97 Sekunden ein deutscher Rekord für Vereinsstaffeln gelang.

Frederik Ruppert erreichte bei seiner DM-Premiere in der Männerklasse in 1:52,29 Minuten Platz 19 über 800 Meter. Für den Einzug ins Finale hätte der Herzogenrather im Trikot des SC Myhl LA eine gute Sekunde schneller sein müssen. Das war er in diesem Jahr schon einmal, er konnte sich 2017 auf 1:50,77 Minuten steigern.

Premiere für Langsprinterinnen

Auch für die vier jugendlichen Langsprinterinnen der ATG waren die nationalen Meisterschaften in Erfurt eine Premiere. Dadurch, dass die U 20 ihre Titelträger auf den Langstaffeln bei der Männer- und Frauen-DM suchen und umgekehrt die Hauptklasse bei der Jugend-DM, hatten Leah Giesen, Ricarda Kutsch, Clara Malangré und Carolin Führen einen Auftritt vor ungewohnter Kulisse.

„Es war schon etwas anderes, und dann so ein großes Stadion, ich war schon etwas nervöser. Aber beim Start war alles vergessen“, so Schlussläuferin Führen. „Eine tolle Sache für die Mädels“, sagte Peter Lindner. „Sie haben ihre Nervosität gut in den Griff bekommen.“ Das Erreichen des Endlaufs, räumt er ein, „war realistischerweise nicht möglich.“ Das sei daher auch nicht das Ziel gewesen, das Quartett wollte sich gegenüber der U 23-DM in Leverkusen, als die ATG-Staffel in leicht veränderter Besetzung die vier Stadionrunden in 4:06,21 Minuten absolvierte, steigern. Das gelang in Erfurt.

Von den ursprünglich 25 gemeldeten Staffeln in der U 20 traten 19 auch tatsächlich an. In der Meldeliste waren die Aachenerinnen auf Rang 22 geführt. Schlussläuferin Carolin Führen übernahm im dritten Vorlauf als Fünfte. Anfang der Gegengerade überholte sie die Konkurrentin des SV Werder Bremen und arbeitete sich dann so langsam an die Schlussläuferin der LG Würm Athletik heran, die sie aber nicht mehr packte. „Da hatte ich mein Pulver durch die Aufholjagd verschossen“, so Führen.

Schnellste Einzelzeit

Vom Trainer gab es ein Extralob. Carolin Führen, eigentlich Mittelstrecklerin mit Vorlieben für die Hindernisse, lief die schnellste Einzelzeit. „Zum ersten Mal unter 60 Sekunden, das hätte ich nicht gedacht“, freute sie sich. Insgesamt verbesserte sich das ATG-Quartett auf 4:06,01 Minuten, Platz 13 in der Summe der drei Vorläufe. Für den Finaleinzug war eine Zeit von knapp unter vier Minuten notwendig.

„Das hat schon echt Spaß gemacht“, sagt Carolin Führen. Die Mannschaft ist noch jung. Sie selbst und Leah Giesen gehören dem ersten Jahr der U 18 an, Clara Malangré und Ricarda Kutsch zählen auch 2018 noch zur U 20. Das Ziel für das kommende Jahr ist auch schon klar: „Da wollen wir versuchen, ins Finale zu kommen.“

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