Alex Legsding: „Dieses Spiel hat keinen Verlierer verdient“

Von: wp
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Zeigte eine überragende Leistung gegen Daniel Munoz-de la Nava: Aachens Nils Langer. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Zunächst kommentierte Alex Legsding, der Teamchef des Tennis-Bundesligisten Kurhaus Lambertz Aachen, dieses 3:3, das der Tabellenführer beim TC Blau-Weiß Halle geholt hatte, so: „Dieses Spiel hat keinen Sieger verdient.“

Um sich dann selbst zu korrigieren, weil er etwas anderes meinte. Das Treffen der zurzeit beiden Klassenbesten war so spannend und voller Qualität, dass Legsding seine Aussage umformulierte und feststellte: „Dieses Spiel hat keinen Verlierer verdient.“

So war er denn letztlich einverstanden mit dem Unentschieden, weil es auf „Weltklasseniveau leistungsgerecht“ zugegangen war in den vier Einzeln und zwei Doppeln. „Es war eine richtige Schlacht“, formulierte Legsding drastisch, in der je zwei Einzel und ein Doppel an beide Klubs gingen. „Vom Feinsten“ nannte der Teamchef das Gesehene, an dem auf Aachener Seite mit Roberto Bautista-Agut (Nr.19) und Pablo Cuevas (Nr. 29) zwei Profis aus den Top 30 der Weltrangliste beteiligt waren. Sie sind für Kurhaus beim DTB an Nr. 1 und 2 gemeldet, werden aufgrund der Top-30-Regel in Halle das einzige Mal für die Meffert-Mannschaft aufgeschlagen haben.

Mit unterschiedlichem Erfolg. „Bautista-Agut hat Jan-Lennard Struff regelrecht filetiert“, sagte Legsding nach einem Match, in dem Struff zuweilen fast verzweifelte, weil der Spanier beim 6:3, 6:0 immer eine Antwort hatte. „Es war nicht ganz so glatt, wie man es aufgrund des Ergebnisses vermuten könnte, aber Roberto kann immer einen Gang höher schalten“, sah Legsding mit den zahlreichen Zuschauern ein Top-Spiel.

Das galt auch für die an zwei gesetzten Pablo Cuevas und Halles Nikoloz Basilashvili. In diesem Fall ließ sich Letzterer von den Fans feiern, gewann ein ganz enges Match 6:3, 7:6 (7:5). Cuevas fehlte nach knapp vier Wochen Zwangspause wegen einer Knieverletzung noch Spielpraxis. „Das aber soll den Sieg nicht schmälern. Basilashvili hat fast vom anderen Stern gespielt“, musste Legsding anerkennen. Der Georgier wäre fast ins Straucheln geraten, als der erste Aufschlag im Tiebreak des zweiten Satzes ins Aus ging, er den zweiten aber millimetergenau auf die Linie setzte, dieses Kunststück dann im zweiten Spiel des Tiebreaks wiederholte. Diesmal saß der erste Versuch – eine Vorentscheidung, der knappe Vorsprung reichte bis „ins Ziel“ (7:5).

Mental überragend präsentierte sich Aachens Nils Langer gegen Daniel Munoz-de la Nava. Nach Satzgleichstand (4:6, 6:4) hatte der unangenehm zu spielende Linkshänder aus Halle im Champions Tiebreak das Nachsehen. Auch deshalb, weil Langer ihn von der Grundlinie mit aggressiven und platzierten Bällen „befeuerte“.

Der starke Tim Pütz entschied sein Einzel für die Gastgeber, obwohl er zunächst ein Break zurücklag, „aber immer gut gekontert hat“, wie Legsding sagte. 2:2 hieß es so nach den Einzeln, ehe Aachens Bautista-Agut/Cuevas ihr Doppel hauchdünn abgeben mussten, Langer/Bachinger aber nach einem 4:5-Rückstand im ersten Durchgang den Tiebreak 7:1 gewannen und schließlich im zweiten Satz ein 7:5 holten. „Ein Sieg hätte uns gefreut, aber das Ergebnis ist völlig in Ordnung“, resümierte Legsding.

Ergebnisse: Jan-Lennard Struff - Roberto Bautista-Agut 3:6, 0:6, Nikoloz Basilashvili - Pablo Cuevas 6:3, 7:6 (5), Daniel Munoz-de la Nava - Nils Langer 4:6, 6:4, 4:10, Tim Pütz - Matthias Bachinger 6:4, 6:2, Struff/Pütz - Bautista-Agut/Cuevas 7:6 (4), 2:6, 10:4, Basilashvili/Enrique Lopez-Perez - Langer/Bachinger 6:7 , 5:7

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