Alemannias U17 muss noch „extrem Lehrgeld zahlen“

Von: rau
Letzte Aktualisierung:

Köln/Aachen. Natürlich war das Ergebnis zum Saisonauftakt ernüchternd. „Ich hatte gehofft, dass der 1. FC Köln noch nicht in so einer Frühform ist“, sagte Udo Lipka. Das war er aber – „leider“ –, lief zudem mit sechs Jugend-Nationalspielern auf. Und so kassierte die U 17 von Aufsteiger Alemannia Aachen zum Auftakt der Fußball-Bundesliga eine 0:4 (0:3)-Niederlage bei einem der Top-Teams.

„Wir mussten extrem Lehrgeld bezahlen, man merkte, dass uns Erfahrung fehlt. Zudem agierten wir vor allem in der ersten Hälfte viel zu ehrfürchtig und nervös. Der Respekt vor den Gastgebern war zu groß“, monierte Aachens Coach, der in der Pause forderte, dass seine Mannschaft „aggressiver Fußball spielt“. Die Gastgeber hatten insgesamt „gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, aber auch wir hatten unsere Chancen, zudem hat unser Torwart gut gehalten“, sah Lipka aber auch positive Ansätze.

Köln war nach zwei „unnötigen Fouls“ durch zwei Strafstöße, die Sebastian Müller (7., 14.) verwandelte, in Führung gegangen. „Bis zu den Elfmetern haben wir eigentlich ganz gut gespielt, hatten selbst nach zwei Standards zwei gute Möglichkeiten.“ So durch Justin Jansen, dessen Schuss von der FC-Abwehr aber noch abgeblockt wurde.

Ein individueller Fehler ging auch dem dritten Tor durch Henri Carlo Matter (39.) voraus: Nach einem Schubser von Aachens Innenverteidiger wurde der Freistoß aus 18 Metern sicher verwandelt. „Auf diesem Niveau wird eben jeder Fehler direkt bestraft“, seufzte Lipka.

Doch auch sein Team hatte noch gute Möglichkeiten: So hätte Joel Saengersdorf nach gut einer Stunde freistehend das 1:2 erzielen können, doch er machte noch einen Haken, und Frederic Heitzer setzte den Ball nach einer Ecke nur haarscharf am Pfosten vorbei. „Den hätte der Keeper nicht gehabt, der hat gar nicht reagiert“, ärgerte sich Lipka, dessen Akteure auch eine folgende Eins-gegen-Eins-Situation nicht nutzten.

Nach der Pause legten die Aachener den Respekt ein wenig ab, kassierten aber das 0:4 durch Elmin Heric (55.). Saengersdorf hatte nach einem Angriff über die rechte Seite die Chance auf den Anschlusstreffer, doch der Ball traf ihn an der Hüfte, so dass er ihn nicht richtig verwerten konnte. Und Joshua Selke vergab elf Meter vor dem Tor freistehend zu überhastet.

„In der zweiten Hälfte haben wir uns bis auf das vermeidbare Tor gut verkauft. Für uns war das ein Lehrspiel aus dem wir nur lernen können“, so Lipka.

Alem. Aachen: Eilers - Jansen (70. Kowalecwizc), Klein, Arndt, Zuhs - Selke, Schröder, Heitzer (57. Culum), Höfer (24. Gökpinar) - Saengersdorf, El Wadnakssi (51. Leferink).

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert