„Aachen Dressage Youngstars“: Lokalmatadorin Prummenbaum zufrieden

„Aachen Dressage Youngstars“: Lisa Prummenbaum zufrieden

Von: Helga Raue
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Reiten in vorweihnachtlicher Atmosphäre: Für die Zuschauer ein schöner Anblick, für die Reiter und ihre Pferde, hier die Kesternicherin Lisa Prummenbaum auf Serenissima, eine Herausforderung. Foto: Thomas Rubel

Dressur Aachen. Es ist eine besondere Atmosphäre: Die Halle ist vorweihnachtlich geschmückt, überall leuchten Lämpchen auf den Tannenbäumen. Für die Zuschauer ein schöner Anblick, für die Pferde und Ponys durchaus erschwerte Bedingungen, sollten sie doch Top-Leistungen auf höchstem Niveau zeigen. Coriander sah das anders: Er sollte den Schlusspunkt des Turnier und in der Kür der Ponys setzen.

Doch der achtjährige Fuchs galoppierte schon auf der ersten Linie an, und auch während der Kür leistete er sich ein paar Fehler. Und so verzichtete Lucie-  Anouk Baumgürtel (Nottuln) auf die Wertung. Dabei hat die 13-Jährige 2016 und 2017 je drei Mal EM-Gold gewonnen und war einer der Stars bei der Premiere des „Aachen Dressage Youngstars“ in der Albert-Vahle-Halle.

Und so war der Weg frei für Johanna Kullmann (Hamminkeln), die auf Champ of Class eine sehr harmonische Kür gezeigt hatte und Moritz Treffinger (Obererdingen) und Top Queen auf der Ziellinie überholten. Treffinger hatte beide Wertungen zuvor vor Kullmann gewonnen, die sich mit einem Vorsprung von 0,231 Punkten den Champion-Titel sicherte. Für die 14-Jährige kam ihr Triumph bei ihrem ersten internationalen Start überraschend: „Mein Ziel war es, mich für das Finale der besten Zwölf zu qualifizieren.“

Einen Start-Ziel-Sieg bei den Junioren feierte die Dänin Karolin Rohmann, die auf Nossa Melody alle drei Prüfungen und den Titel gewann. Auch bei den Jungen Reitern hatte es nach einem Start-Ziel-Sieg für Alexa Westendarp (Wallenhorst) ausgesehen. Die 19-Jährige hatte die beiden ersten Wertungen gewonnen – jeweils vor Paulina Holzknecht (Leichlingen) und der Griechin Thoedora Livanos.

Und auch in der Kür legte sie gut vor, übernahm mit 76,292 Prozentpunkte die Führung. Es ist die erste Kür, die ich selber kreiert habe“, war Westendarp zufrieden. Doch Paulina Holzknecht und Wells Fargo zeigten eine sehr harmonische, fehlerlose Runde und setzten sich mit 77,750 Punkten davor und zogen auch in der Championswertung um 0,160 Punkte vorbei. Die 19-Jährige sicherte sich damit auch einen Startplatz beim CHIO Aachen 2018. „Das ist die Krönung“, strahlte sie.

Einen Platz in der Kür zu ergattern, war das Ziel von Lisa Prummenbaum. Das gelang. Als zweite Starterin zeigte sie auf Serenissima eine schöne Runde mit einem kleinen Wechselfehler, die allerdings von den Richtern ein wenig mager bewertet wurde – und so wurde es Platz zwölf für die Lokalmatadorin aus Kesternich, die aber für den Förderkreis Dressur Neuss startet.

„Insgesamt bin ich zufrieden, Serenissima war locker, und wir haben alles so gemacht, wie ich mir das vorgestellt habe“, analysiert die Dritte der Rheinischen Meisterschaften ihre drei Auftritte. Nach Platz sieben zum Auftakt war die 20-Jährige in der zweiten Prüfung Elfte geworden. Zwischenzeitlich hatte sie in der Wertung bei über 70 Prozent gelegen, womit ein Platz unter den ersten Fünf möglich gewesen wäre.

Doch nach einer starken Trabtour lief es im Galopp nicht glatt. „Ich bin hektisch geworden“, gestand die Amazone sympathisch offen ein. „Aus dem Training weiß ich, dass da etwas passieren kann, da habe ich zu viel nachgedacht. Die Fehler im Galopp gehen auf meine Kappe, mit dem Pferd bin ich zufrieden.“

Deutlich entspannter ritt sie in der Kür zu modernen Pop-Songs, die sie selbst ausgesucht hatte. „Ich mag meine Kür, die Musik passt zum Pferd. Ich bin zufrieden, hätte aber ein paar Pünktchen mehr erwartet. Insgesamt war es aber ein tolles Turnier“, freut sich Prummenbaum schon auf 2018.

Dann wird es die zweite Auflage geben. „Das ist sicher“, verspricht Aachens Turnierdirektor Frank Kemperman. „Wir sind glücklich über die Premiere, haben tollen Sport gesehen. Neben dem Salut-Festival, das ab Donnerstag folgt, die Dressur zu etablieren, war die richtige Entscheidung.“

Natürlich wird ein Brainstorming folgen: „Das Konzept passt, vor allem war es gut, die Dressur international auszuschreiben. Aber wir werden sicher diskutieren, wie man das Turnier noch verbessern kann. Ich finde, dass wir die Reiter aus der Region noch mehr einbauen sollten.“ Aber auch Prüfungen für Children oder U 25 sind denkbar.

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