Zweiter Auswärtssieg für Gladbach: 2:1 in Frankfurt

Von: Lars Reinefeld, dpa
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Frankfurt/Main. Nachdem die Borussia erstmals seit 13 Jahren wieder zwei Auswärtssiege in Serie gefeiert hatte, war Mönchengladbachs Trainer Michael Frontzeck die Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben.

„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Sie hat sich mit harter Arbeit aus der schweren Phase mit fünf Niederlagen nacheinander herausgeholt und sich diese Erfolgserlebnisse verdient”, sagte der Borussen-Coach nach dem 2:1 (0:0) bei Eintracht Frankfurt am Samstag.

Ein Eigentor des Frankfurter Torhüters Oka Nikolov (54. Minute) und ein Kopfballtreffer von Roel Brouwers (66.) brachten die Elf vom Niederrhein vor 50.000 Zuschauern auf den Erfolgsweg. Pirmin Schwegler konnte für die enttäuschenden Hausherren mit einem Handelfmeter nur noch verkürzen (86.).

„Unterm Strich war der Sieg glaube ich verdient”, sagte Frontzeck, der damit jedoch eine andere Sicht der Dinge präsentierte als Frankfurts Trainer Michael Skibbe. „Ich denke, wir hatten die besseren Chancen und hätten aufgrund des großen Kampfgeistes in der Schlussphase zumindest einen Punkt verdient gehabt”, sagte Skibbe, für den es bei der Eintracht nach der zweiten Niederlage in Serie wieder etwas ungemütlicher werden könnte. „Die Niederlage tut weh”, sagte Verteidiger Patrick Ochs.

In einem insgesamt schwachen Bundesliga-Spiel zeigten die Gladbacher über weite Strecken die reifere Spielanlage und erspielten sich ein leichtes Übergewicht. In der siebten Minute hatte Juan Arango die große Chance zur Gästeführung, vergab aber leichtfertig. Von den Gastgebern war im ersten Durchgang hingegen fast überhaupt nichts zu sehen. Durch die Ausfälle von Ioannis Amanatidis, Martin Fenin und Nikos Liberopoulos hatte Skibbe keinen gelernten Angreifer mehr im Kader.

Die Variante mit Mittelfeldspieler Alexander Meier als Stoßstürmer und Markus Steinhöfer, Caio sowie Ümit Korkmaz im Mittelfeld dahinter erwies sich als wenig durchschlagskräftig. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurden die Hessen etwas mutiger und erspielten sich einige Chancen. Gladbachs Linksverteidiger Jean Jaurès klärte einen Kopfball von Meier aber auf der Linie (43.).

Nach dem Seitenwechsel erlahmte der Schwung der Frankfurter wieder. Stattdessen bekamen die Gladbacher die Partie wieder besser in den Griff und gingen in der 54. Minute in Führung. Nach einer schönen Kombination über Karim Matmour und Tobias Levels beförderten die Hausherren den Ball selbst über die Torlinie. Marco Russ schoss nach Levels9 Hereingabe Torhüter Nikolov an den Kopf, von wo der Ball ins Eintracht-Tor prallte.

Elf Minuten später sorgte Brouwers für die Vorentscheidung. Nachdem zunächst Rob Friend im gut reagierenden Nikolov seinen Meister gefunden hatte, war der Niederländer kurz darauf nach einer Hereingabe von Reus per Kopf erfolgreich. Für den Verteidiger war es bereits der dritte Saisontreffer. Die Eintracht bäumte sich danach zwar noch einmal auf. Meier traf per Kopf aber nur Innenpfosten des Gladbacher Tores (75.), zudem klärte Brouwers einen Kopfball von Benjamin Köhler (77.). Der Treffer von Schwegler durch Handelfmeter zum 1:2 kam zu spät (86.).
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