Zeigt der FC unter Druck eine Reaktion?

Von: Wilhelm Peters
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Soll nach seiner Sperre wieder für Impulse im Mittelfeld sorgen: Kölns Foto: imago/MIS

Köln. Die Brisanz dieses Derbys lässt sich schwer topen. Der Gast (30 Punkte) steht unter Druck, der Gastgeber noch ein wenig mehr (27). Nirgendwo in fremden Stadien hat Borussia Mönchengladbach eine bessere Auswärtsbilanz aufzuweisen als beim 1. FC Köln: 20 Siege und 79 Tore.

Andererseits: Von den sechs letzten Partien in Köln gewann der FC vier. Dennoch ist die Alarmstimmung beim 1. FC Köln spürbar. Sportlich grenzte die jüngste Leistung beim 0:1 in Mainz an Arbeitsverweigerung. Keine Woche später steht Freitagabend das Duell mit Mönchengladbach auf dem Plan. Gespielt wird unter größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen, um die neuerlich befürchtete „Fan”-Randale zu verhindern.

Am Tag vor dem Derby schrieb FC-Coach Zvonimir Soldo seinen Profis „vor allem wegen der unerklärlichen Leistungs-Schwankungen” deutliche Worte ins Stammbuch: „Das Spiel in Mainz war ein Schlag ins Gesicht für einen Trainer. Dort muss man sich von der Motivation und Einstellung genauso präsentieren wie gegen die Bayern.” Derartige „Prügel” wie in Mainz will der Trainer nicht wieder einstecken müssen und beschrieb ein ebenso drastisches wie undenkbares Szenario: „Gegen Mönchengladbach müsste ich zehn andere Spieler aufstellen als zuletzt.” Wer das sein könnte, ließ Soldo offen. Doch sicher kehrt Petit nach seiner Sperre in die Startformation zurück. Zudem sind Wom und Ehret wieder fit.

Ob das Frontzeck-Team nach den beiden jüngsten Niederlagen angeschlagen daherkommt, dürfte eher eine Vermutung Soldos sein. „Ganz sicher aber wird die Mannschaft bei uns sehr motiviert auftreten.” Das hofft er auch von seinen Profis: „Wir spielen zu Hause und wollen drei Punkte. Ich erwarte, dass meine Mannschaft agiert statt zu reagieren und sich so präsentiert wie im Derby in Leverkusen.”

Dass der Coach nach einer Woche, „in der viel passiert ist und in der wir uns viele Gedanken gemacht haben, positiv gestimmt” in die Begegnung geht, liegt auch an einem Gedanken, der objektiv belegt ist: „Meine Mannschaft hat unter Druck immer eine gute Reaktion gezeigt.” Die ist auch bitter notwenig nach dem jüngsten „katastrophalen Eindruck” (FC-Manager Michael Meier), der korrigiert nun werden soll. „In einem Derby, das immer auch einen anderen Wert hat, kann man vieles wieder gutmachen”, hofft Soldo auf einen Befreiungsschlag.

Voraussichtliche Aufstellung: Mondragon - Brecko, Mohamad, Geromel, Womé - Petit, Maniche (McKenna), Matuschyk - Freis (Tosic), Novakovic, Podolski


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