„Wir haben nichts anbrennen lassen”

Von: dapd
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Starkes Duo: Milivoje Novakovi
Starkes Duo: Milivoje Novakovic (oben) und Lukas Podolski feiern den zweiten Treffer zum 2:0 über Foto: Team 2

Gütersloh. Angeführt von einem starken Lukas Podolski hat der 1. FC Köln die Auftakthürde im DFB-Pokal souverän gemeistert und dem neuen Trainer Stale Solbakken im ersten Pflichtspiel einen guten Einstand beschert.

Der Nationalstürmer war an zwei der drei Tore zum 3:0 (2:0) beim Regionalligisten SC Wiedenbrück 2000 beteiligt und zeigte sich von seiner Entmachtung als Kapitän unbeeindruckt. Für die Ostwestfalen endete dagegen das erstmalige Gastspiel im Pokalwettbewerb erwartungsgemäß nach der ersten Runde.

Vor 12.000 Zuschauern im ausverkauften Heidewaldstadion - der SC war wegen der großen Karten-Nachfrage umgezogen - erzielten zweimal Milivoje Novakovic (23. und 45.) sowie Mato Jajalo (78.) die Treffer für den FC. Die Kölner waren dabei dem Außenseiter aus Wiedenbrück in allen Belangen überlegen und hatten das Spiel jederzeit im Griff. „Wir haben nichts anbrennen lassen. Dazu haben wir noch zu viele Chancen ausgelassen. Da ist noch Steigerungspotenzial. Wir können noch besser spielen”, sagte Podolski.

Ähnlich sah es sein Sturmkollege Novakovic. „Es war ein schweres Spiel, und es hat ja an diesem Wochenende viele Überraschungen gegeben. Von daher haben wir das sehr ernst genommen”, sagte Novakovic. Angesprochen auf seinen kongenialen Sturmpartner Podolski erwiderte er: „Lukas und ich, wir passen gut zusammen. Aber man darf auch nicht vergessen, dass noch neun andere Spieler auf dem Feld stehen.”

Zufrieden zeigte sich auch Solbakken: „Wir haben uns heute sehr viele Chancen herausgespielt, Novakovic und Podolski haben sehr gut ins Spiel gefunden. Lukas hat viele Chancen kreiert. Ich bin zufrieden.” Gerade vor dem Hintergrund, dass einige Bundesligisten strauchelten, habe das Kölner Spiel in „ruhiger Atmosphäre” stattgefunden, sagte er.

Theater ohne Auswirkungen

Einen guten Eindruck hinterließ Podolski, dem das ganze Theater der letzten Wochen um das Kapitänsamt nicht anzumerken war. Der 26-Jährige verteilte in der Offensive fleißig die Bälle und war im ersten Durchgang auch an den beiden Treffern von Novakovic beteiligt. Beim ersten Tor konnte Sebastian Lange einen Schuss des Nationalstürmers nur nach vorne abprallen lassen, Novakovic musste nur noch einschieben. Beim zweiten Treffer hatte Podolski den Ball mustergültig für den slowenischen Nationalspieler aufgelegt, der per Kopf traf.

Während des Spiels wurde Podolski von den gut 3000 mitgereisten FC-Fans frenetisch mit „Lukas-Podolski-Sprechchören” gefeiert. Der Nationalspieler war Anfang der Woche von Solbakken als Kapitän abgesetzt worden, stattdessen wurde der brasilianische Verteidiger Pedro Geromel zum neuen Spielführer ernannt, was in Köln die Gemüter erhitzt hatte. Podolski selbst hatte in der achten Minute auch die erste Chance des Spiels, als er an Lange scheiterte. Ohnehin durften sich die Gastgeber bei ihrem Schlussmann bedanken, dass sie nicht schon in der ersten Halbzeit aussichtslos ins Hintertreffen gerieten.
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