Aachen - Willi Kronhardt wird Aachens Co-Trainer

Willi Kronhardt wird Aachens Co-Trainer

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
Willi Kronhardt
Bringt Temperament mit: Aachens neuer Co-Trainer Willi Kronhardt.

Aachen. Für die Spieler gab es noch eine letzte Umarmung, und dann ein Abschiedsgeschenk: Alemannias scheidender Co-Trainer Jörg Jakobs verteilte die individuellen Übungspläne für die Freizeit. Wenn sich die Mannschaft am 27. Juni zum Laktattest trifft, ist Jakobs nicht mehr dabei.

An der Sporthochschule bastelt er an der Trainerlizenz. Die Nachfolge ist längst geregelt. Willi Kronhardt wird einen Jahresvertrag unterschreiben. Als Spieler war der 40-Jährige bei Havelse, Fortuna Köln, Cottbus und TeBe Berlin unterwegs, als Co-Trainer war er in Braunschweig beschäftigt, ehe er die Zweite Mannschaft des VfL Wolfsburgs in der Ober- und Regionalliga coachte.

An den Spieler erinnert zumindest eine spektakuläre Aktion. Nach seinem Treffer für Cottbus (gegen den KSC, Endstand 3:0) im DFB-Halbfinale 1997 grüßte er vor einem Millionen-Publikum seine damalige Freundin „Jule” mit einer Edding-Botschaft auf seinem Unterhemd. Kronhardt gilt als Mutter aller Trikot-Beschrifter.

Als Trainer verlor sich die Spur im November 2007. Kronhardt hatte vorher ein paar Spieler des Tabellenletzten zu sich nach Hause bestellt. Sie sollten ihm beim Umzug helfen, der Trainer nannte das „teambuildende Maßnahme”. Sein Chef Felix Magath hatte dafür keine sonderlich große Antenne und ließ Kronhardt selbst die Möbel packen. „Mit einem Schmunzeln”, sagt Kronhardt, der die Details der Aktion unter Verschluss hält, „weil ich die Spieler schütze”. Kronhardt hospitierte, mal bei Rapid Wien, mal monatelang im Sudan beim Kollegen Michael Krüger. „Das schafft ganz neue Blickwinkel.” Auch Jürgen Seeberger wollte er über die Schulter schauen, und die Bewerbung tauchte wieder auf, als die Co-Trainer-Frage diskutiert wurde. In den nächsten Wochen zieht er von Braunschweig nach Aachen, „und die Spieler müssen sich keine Sorgen machen, dass sie beim Umzug helfen müssen”, grinst er.

Kronhardt wird nach der Sommerpause auf Aimen Demai treffen (wir berichteten exklusiv). Der 26-jährige Defensivspieler wechselt ablösefrei aus Kaiserslautern. Die Pfälzer legten ihm ebenfalls ein Angebot vor, aber Demai entschied sich dagegen, „auch weil mir die Spielphilosophie in Aachen besser gefällt”. In Kaiserslautern schuftete er alleine vor der Abwehr, in Aachen bekommt er einen Nebenmann, um seine offensiven Fähigkeiten einzubringen. Er gilt als Nachfolger des verabschiedeten Matthias Lehmann. Noch in diesem Jahr wird Demai zum zweiten Male Vater. „Ich habe spannende Monate vor mir.” Das gilt auch für die Berufswahl: „Die Perspektiven für Liga 1 sind in Aachen besser.”
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