Wegberg-Beeck: So teuer verkaufen, dass Zählbares bleibt

Von: André Nückel
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Den Gegner nicht nur vom Ball, sondern auch endlich mal von den Punkten fernhalten: Das ist heute das Ziel von Johannes Walbaum und vom FC Wegberg-Beeck. Foto: osnapix

Wegberg-Beeck. „Es hat in den vergangenen zehn Spielen nicht geklappt, aber die Moral der Mannschaft ist ungebrochen.“ Friedel Henßen, Teamchef des FC Wegberg-Beeck, sieht trotz der herben Niederlagenserie des Regionalliga-Neulings eine Entwicklung. Gegen Rot-Weiß Ahlen soll am Freitag im Waldstadion (Anstoß 20 Uhr) „der Bock umgestoßen werden“.

Am vergangenen Samstag verkauften sich die „Kleeblätter“ bei Tabellenführer Sportfreunde Lotte erneut teuer, aber für den ersten Zähler reichte es wieder nicht. „Wir haben hohen Aufwand betrieben und bis zum Schluss gefightet“, resümiert Henßen. „Wichtig war einfach, dass wir nach dem frühen Rückstand die Köpfe nicht haben hängen lassen.“

Den Laden um den zuletzt überragenden Torwart Patrick Nettekoven dichtzuhalten, ist am Freitag gegen den Mitaufsteiger die oberste Prämisse. Dafür muss das Team bereits mit Anpfiff hellwach und fokussiert sein. In den letzten beiden Partien gelang dies nicht. Zwei frühe Gegentreffer kosteten nicht nur viel Kraft, sondern warfen auch Taktik und Matchplan über den Haufen.

Die Ahlener waren von der Spielansetzung am Freitag nicht begeistert. Einige Spieler müssten sich einen halben Tag Urlaub nehmen. Erreicht hatte der Verein aber nur, dass die Anstoßzeit von 19.30 Uhr auf 20 Uhr verschoben wurde. Nach einem ansprechenden Start holte die Mannschaft von Trainer Marco Antwerpen lediglich einen Zähler (2:2 gegen Erndtebrück) aus den letzten vier Runden und steckt ebenfalls im Abstiegskampf. Mit neun Punkten und Platz 15 sieht die Welt für Ahlen zwar deutlich rosiger aus als für den FC Wegberg-Beeck, aber die letzten Leistungen sprechen eher für die Gastgeber.

Zwar hat sich der FC Wegberg-Beeck als vermeintlich „kleinstes Licht“ der vierten Liga akklimatisiert, aber noch nicht behauptet. Der Klassenunterschied zu den anfangs teils deutlich überlegenen Gegnern hat kontinuierlich abgenommen, doch die positiven Ergebnisse bleiben weiterhin aus. Daher kommt das „Kaliber Augenhöhe“ gerade recht.

Henßen wird kein Offensivfeuerwerk seiner Männer fordern, scheut aber nicht vor einer Kampfansage zurück: „Wir setzen uns alle unter Druck und wollen gegen Ahlen endlich punkten.“ Ein klares und geradliniges Mantra. Der 44-Jährige will, dass sich seine Männer „endlich belohnen“.

Vom System wird er hingegen eher nicht abweichen: „Sagen wir mal so: Wenn ich eine Fünferkette aufstelle und die zwei Außen nach vorne schiebe, habe ich auch wieder schnell fünf Mann im Mittelfeld.“ Im 5-4-1 erarbeitete sich das punktlose Schlusslicht bereits einige hochkarätige Chancen, traf allerdings nur viermal in das Tor.

Ein Schützenfest muss es nach Henßens Ansicht sowieso nicht werden. Er wäre schon mit einem „dreckigen Sieg in der Nachspielzeit“ zufrieden.

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