Aachen - Wegberg-Beeck gewinnt den Hallencup

Wegberg-Beeck gewinnt den Hallencup

Von: Helga Raue
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Der Mittelrheinligist FC Wegberg-Beeck setzt sich die Krone des Hallenfußballs in der Region auf. Der FC schlägt den Liga-Konkurrenten Borussia Freialdenhoven im Finale des Sparkasse-Hallencups, der von unserer Zeitung präsentiert wird, mit 5:3. Fotos: Andreas Steindl Foto: Andreas Steindl

Aachen. Das war Budenzauber pur: Schnelle Ballwechsel, packende Zweikämpfe, Einsatz und Leidenschaft – so präsentierte sich das Finale bei der 29. Auflage des Sparkassen-Hallencups, den unsere Zeitung präsentiert. Feiern lassen durfte sich am Ende Fußball-Mittelrheinligist FC Wegberg-Beeck, der ein tolles Finale gegen Liga-Kollege Borussia Freialdenhoven mit 5:3 (3:3) gewann.

„Das war ein verdienter Sieg, auch wenn wir die Borussia nach der 3:1-Führung aufgrund von Unkonzentriertheiten wieder haben  ins Spiel kommen lassen“, freute sich FC-Trainer Friedel Henßen. „Bei zwei so ausgeglichenen Teams braucht man auch das nötige Quäntchen Glück.“ Den Unterschied machten Arian Berkigt mit vier Treffern und Keeper Sascha „Rosie“ Rodemers.

„Wir haben verdient verloren, weil wir viel zu viele Fehler in der Abwehr gemacht  und keinen Zweikampf gewonnen haben“, ärgerte sich sein Gegenüber Winnie Hannes über die vergebene Chance. „Gegen  Beeck zu spielen ist immer etwas Besonderes, aber dann müssen wir auch so auftreten. Gratulation an unseren Gegner.“ Makellos hatte sich Freialdenhoven in der Gruppe A fürs Finale qualifiziert mit Siegen gegen die Liga-Konkurrenten Hertha Walheim (5:1 ) und Viktoria Arnoldsweiler (3:2).

Da die Hertha auch gegen Arnoldsweiler 2:4 verlor, war für das Team von Mirko Braun wie schon im Vorjahr früh Schluss. Da war man dem späteren Turniersieger TuS Rheinland Dremmen 1:3 unterlegen – und wie 2012 war Mirko Braun ob des Auftritts seiner Mannschaft angefressen. „Das ist ein Spiegelbild des vorjährigen Hallencups“, ärgerte sich der Walheimer Coach. „Das war heute ein unwürdiger Auftritt. Was wir gestern aufgebaut haben, werfen wir heute mit dem Hintern um.“ Vor allem gegen die Borussia war sein Team klar unterlegen. „Wenn wir führen, ist alles gut, aber wenn wir in Rückstand geraten, geht nichts mehr. Ich denke, viele meiner Akteure sind zu schnell satt, sie können mit Erfolgserlebnissen wie in der Vorrunde nicht umgehen. Es war ein peinlicher Auftritt.“

Spiel Nummer 2 las sich wie  das Vorrundenfinale in Düren: Freialdenhoven und Arnoldsweiler – beide zu dem Zeitpunkt  mit drei Punkten auf dem Konto – mussten den Finaleinzug unter sich ausmachen. Und die Viktoria spielte sich eine 2:0-Führung heraus, ehe das Team von Winnie Hannes in die Partie fand und diese zum 3:2 drehte. Pech für  Arnoldsweiler: Zwei Minuten vor Schluss vergab Serdar Celik einen Siebenmeter, der vielleicht dem Spiel noch eine Wendung hätte geben können.

„Schade, sonst wäre vielleicht noch was möglich gewesen. Das war auf jeden Fall ein viel besseres Spiel als vergangene Woche, die beiden Teams waren von der Qualität her ausgeglichener“, zog Bernd Steinbusch, der Viktoria-Coach Bernd Lennartz erneut an der Linie vertrat, sein Fazit. „Ärgerlich, dass wir die Führung verspielt haben. Es ist schade für die Jungs, denn sie haben es gut gemacht.“

In der Final-Gruppe B hatte sich der abstiegsbedrohte Landesligist SV Breinig dem FC Wegberg-Beeck gehörig widersetzt. Nachdem die Partie nur 1:1 endete, drehte Breinig gegen Dremmen richtig auf. Schon zur Pause der schnellen Partie führte das Team von Robert Kroll, der selbst in Urlaub weilte, 3:0. Doch die klare Führung schien die SV-Kicker nicht zu beflügeln – im Gegenteil, Dremmen holte auf, glich aus und drehte drei Minuten vor Schluss die Partie auf 4:3.
So musste Wegberg-Beeck gegen Titelverteidiger Dremmen unbedingt gewinnen, wollte man ins Finale einziehen. Schon im Heinsberger Vorrunden-Finale war der Landesligist dem FC nur knapp mit 1:2 unterlegen, hatte viele Chancen ungenutzt liegen lassen. Und wieder hieß es 1:2 nach 20 Minuten – „und wieder haben wir viele Chancen nicht genutzt“, ärgerte sich Dremmens Coach Claus Richter, der mit dem Schiedsrichter haderte. „Die unnötige Zwei-Minuten-Strafe kurz vor Schluss war entscheidend.“

 In Überzahl erzielte Patrick Ajani das entscheidende Tor. „Wegberg-Beeck ist für uns kein gutes Pflaster“, sagte Richter seufzend, „dabei hatten wir uns sehr gefreut, wieder in der Endrunde in Aachen dabei zu sein.“


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