Wegberg-Beeck gegen Sportfreunde Lotte

Von: sie
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Es ist das Spiel, „in dem uns keiner was zutraut“, sagt Friedel Henßen, Teamchef des FC Wegberg-Beeck. Foto: Günter Passage

Wegberg-Beeck. Es ist das Spiel, „in dem uns keiner was zutraut“, sagt Friedel Henßen, Teamchef des FC Wegberg-Beeck, vor der Regionalliga-Partie heute im Waldstadion (Anstoß 19.30 Uhr) gegen den Tabellenzweiten Sportfreunde Lotte. Henßen sieht das anders.

Zuletzt hatte sein Team in fast jedem Spiel eine Chance. Viele Partien stimmen ihn und Trainer Dirk Ruhrig positiv. „Wir haben auch bei Viktoria Köln in 90 Minuten aus dem Spiel heraus fast nichts zugelassen“, hebt Henßen hervor. Gefehlt habe vorne die Durchschlagskraft, um ins letzte Drittel zu kommen. „Wir hatten nach dem 0:1 eine Chance“, blickt er zurück.

Im letzten Heimspiel gegen den SC Verl hatten die Beecker bewiesen, dass sie mehr als nur mithalten können. Henßen hatte in der ersten Halbzeit acht Chancen für sein Team gezählt, davon „fünf hundertprozentige“. Aus diesem Spiel und aus dem Hinspiel, das mit 1:2 verloren ging, schöpft Henßen die Hoffnung, „dass für uns etwas möglich ist“. In der Schlussminute habe man in Lotte noch eine kleine Ausgleichschance gehabt.

Henßen sagt aber auch klar: „Für ein positives Ergebnis muss alles stimmen.“ Jeder müsse einen „Sahnetag“ erwischen, Torwart Patrick Nettekoven müsse wieder drei bis vier hundertprozentige Chancen vereiteln, und aus drei „halben Chancen“ müsse man auch Tore machen. Ein zentrales Thema vor dem Spiel sind die Standardsituationen des Tabellenzweiten. „Wir dürfen nicht zu viele zulassen – seien es Eckbälle oder Freistöße aus dem Halbfeld“, ist Henßen wichtig.

Bei Viktoria Köln waren beide Gegentore nach Standardsituationen gefallen. Dabei hatte man den ersten Ball nicht richtig abwehren können. Auch gegen Verl fiel aus einer Standardsituation das 0:1, und auch gegen RW Essen resultierte der Ausgleich aus diesem Moment. „Wir werden eventuell umstellen und müssen besser stehen“, so der Teamchef.

Die Besonderheit bei den Standards des Gegners: „Er hat drei bis vier Spieler mit Gardemaß, aber zwei bis drei schnelle Leute mit Antritt, die auf den zweiten Ball gehen oder von den Langen freigesperrt werden.“

Eine reine Profimannschaft

Und Henßen sieht einen „kleinen Unterschied“: Lotte sei eine reine Profimannschaft, die auch im Training viel Zeit auf Standardsituationen verwenden könne. Die Gastgeber müssen dagegen in ihre vier Einheiten Fitness, taktische Vorgaben und Standards packen.

„Vom Fußballerischen, vom Tempo und von der Robustheit her eine Top-Mannschaft“, urteilt Henßen über den Gegner, der unbedingt aufsteigen wolle. Ihm ist auch bewusst, dass der Gast von der ersten Minute an Druck machen wird und eine frühzeitige Entscheidung herbeiführen will. Für die Beecker heißt das, so lange wie möglich die Null halten, dann aber auch selbst zu Aktionen kommen, um Chancen zu kreieren. „Wir spielen nicht nur auf Konter“, verspricht Henßen.

Personell ist fast alles an Bord. Stefan Zabel sitzt als zweiter Torwart auf der Bank, Maurice Passage ist wieder im Lauftraining. Größere Änderungen sind nicht zu erwarten. Der eine oder andere Spieler ist von der Grippe „angegriffen“. Auch im Hinblick auf die Montagpartie in Ahlen wird Henßen „reinwerfen, wer fit ist“.

Am Ende der Saison hört Dominik Bischoff beim FC auf. „Er hat um Vertragsauflösung gebeten“, sagt Henßen. Die Saison sei für beide Seiten nicht so zufriedenstellend verlaufen. Bischoff, der seit zehn Jahren im Seniorenbereich in Wegberg-Beeck spielt und alle Höhen (Mittelrhein-Pokalsieg, Spiel im DFB-Pokal, NRW-Liga, Regionalliga) miterlebt hat, möchte auch kürzer treten.

Zudem wird Johannes Walbaum seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Er wechselt wohl zum Niederrhein-Oberligisten TSV Meerbusch Für die neue Saison stehen, so Henßen, 18 Spieler fest.

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