Wegberg-Beeck: Ein Tor, ein Kompliment, keine Punkte

Von: André Nückel
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Am Ende fehlt nicht viel, aber gereicht hat es für Wegberg-Beeck schon wieder nicht. Foto: osnapix

Lotte/Beeck. Beim Tabellenzweiten der Fußball-Regionalliga West wollte der FC Wegberg-Beeck lange die Null halten, doch Sportfreunde Lotte traf bereits nach vier Minuten. Der Aufsteiger hielt danach gut dagegen und erzielte auch den Ausgleich, aber in der zweiten Hälfte machte sich der Qualitätsunterschied zwischen dem Tabellenschlusslicht und dem neuen Spitzenreiter bemerkbar.

Lotte gewann verdient mit 2:1 (1:1).

Bereits am Dienstagabend gegen Viktoria Köln liefen die „Kleeblätter“ einem frühen Rückstand hinterher, der nicht mehr zu egalisieren war. Der Plan für den Sportpark am Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück: tief sowie organisiert stehen, Räume eng machen und möglichst lange ein Gegentor vermeiden. Dies gelang nur teilweise.

Nach einem Angriff über die rechte Seite sah zunächst Sebastian Jansen nicht gut aus, der ein Laufduell gegen Torjäger Kevin Freiberger verlor. Patrick Nettekoven, dessen Leistung von Heimtrainer Ismail Atalan als „überragend“ bezeichnet wurde, parierte danach zwar zweimal gut, war aber gegen einen weiteren Nachschuss machtlos. Moritz Heyer schob aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (4.).

Ein riskantes Rückspiel

Der Viertliga-Neuling war verunsichert. Einen Pass in die Tiefe hätte Simon Küppers wohl nicht mehr gegen den heraneilenden Semih Daglar erlaufen können. Er entschied sich zu einem riskanten Rückspiel auf Nettekoven, der den viel zu hochgeratenen Ball mit den Händen aufnahm (11.). Der Pfiff von Schiedsrichter Christian Bandurski blieb aus, kein indirekter Freistoß für die Gastgeber.

Es dauerte bis zur 16. Minute, ehe die Beecker Zugriff auf das Geschehen bekamen. Danny Richter, in der Startelf für Thomas Lambertz, setzte sich auf dem linken Flügel durch und zog mit Tempo in den Strafraum. Benedikt Fernandez konnte nur mit Mühe den satten Abschluss zur Ecke klären.

Der Gast wurde mutiger und tankte über Zweikämpfe Selbstvertrauen. Nach einem Einwurf von Stefan Thelen verlängerte Matthias Rahn ungewollt das Leder in die Laufbahn von Richter, der den Ball zum verdienten Ausgleich ins Tor (42.) spitzelte. Der erste Auswärtstreffer der noch jungen Beecker Regionalliga-Geschichte.

Lotte reagierte auf den passiven Auftritt seiner Truppe, es gab zwei Auswechslungen. Die zeigten Wirkung: Sportfreunde legte nach dem Wiederanpfiff furios los und hätte durch Daglar (46.), den eingewechselten Tim Gorschlüter (47.) oder André Dej (50.) das Ergebnis vor 539 Zuschauern korrigieren können.

Die zweite Hälfte lief einseitig. Lotte kontrollierte nach Belieben die Partie, aber oft fehlte die letzte Konsequenz. In der 72. Minute gab Bandurski einen fragwürdigen Freistoß an der Torauslinie. Aus dieser Situation resultierte eine Ecke. Pascal Schmidt löffelte die Kugel auf den zweiten Pfosten und fand mit Freiberger einen Abnehmer. Die Entscheidung.

„Wenn ich vor dem Anpfiff jemanden erzählt hätte, dass wir das Spiel bis zur letzten Minute offen halten“, sagte Teamchef Friedel Henßen nach der Begegnung, „dann hätte wahrscheinlich jeder den Kopf geschüttelt oder gelacht.“ Zwar bleibt der FC Wegberg-Beeck punktlos Letzter, aber der Chef ist zufrieden. „Dass wir das so geschafft haben, ein Kompliment an die Mannschaft.“

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