Wahl-Sonntag für Borussia im Breisgau

Von: Bernd Schneiders
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Neuer Mann, neue Ansagen: Michael Frontzeck. Foto: Olaf Kozany

Mönchengladbach. Das ist gemein: Da hat Borussia Mönchengladbach aktuell das Problem, alle sieben Sinne - pardon, alle zehn Feldspieler beisammenzuhalten. Und ausgerechnet dann muss der Klub vom Niederrhein zu den Freiburgern.

„Sie versuchen immer, auf ihrem extra breiten Platz die Gegner für sich müde laufen zu lassen”, sagt Karim Matmour. Der algerische Nationalspieler muss es wissen: Vier Jahre hat er seine Kilometer für die Breisgauer abgespult.

Das Feld also ist bereitet, die Mönchengladbacher auseinanderzuspielen. Das versucht der SC Freiburg daheim selten mit Pauken und Trompeten. „Sie haben wie viele andere Mannschaften auch Schwierigkeiten, zuhause das Spiel zu machen”, sagt Michael Frontzeck.

Auch er muss es wissen: Der Mönchengladbacher Trainer kickte zwei Jahre in der Schwarzwald-Idylle. „Steffen Korell hat auch dort gespielt”, holt der Ex-Profi den Sportmanager als dritten Mann ins Boot. „Als Kapitän sogar. Vor oder nach meiner Zeit?”, fragte Frontzeck frotzelnd. „Während”, kam prompt die Antwort von Korell. „Das hab ich dann wohl vergessen”, schmunzelt der Fußballlehrer. Anders als das Pokal-Aus gegen den MSV Duisburg. „Das war so bitter, weil es so unnötig war. Darüber werde ich mich auch in einem halben Jahr noch ärgern.”

Für das Verdichtungsprojekt im Schwarzwald - Räume engmachen - hatte Frontzeck bereits angekündigt, seine Mannschaft mit frischen Kräften aufzupeppen. Allerdings sieht er den Tuning-Bedarf nicht im körperlichen, sondern im geistigen Bereich. Da passt es, dass Thorben Marx Zeit hatte, eine Woche an der Zapfsäule für mentalen und physischen Treibstoff aufzutanken. Nach seiner Zwangspause gegen den MSV (muskuläre Probleme) steht der Routinier und Vertrauensspieler von Frontzeck wieder zur Verfügung.

Bei der journalistischen Aufarbeitung der Geschehnisse aus den Spielen gegen Hoffenheim und Duisburg bügelt er jeden Versuch ab, die Probleme zu personalisieren. Etwa in Richtung Marcel Meeuwis, dem defensiven Part des Gladbacher Doppel-Sechsers. „Ich bin froh, dass Meeuwis hier ist. Er hat seine Aufgaben zu 100 Prozent erfüllt.” Für das Gladbacher Problem und auch für dessen Lösung sei kein Einzelner verantwortlich, „damit wäre jeder überfordert.” Gemeinsam rein, gemeinsam raus aus der sich anbahnenden Krise: Wahl-Sonntag in Freiburg.

Voraussichtliche Aufstellung: Bailly - Levels, Brouwers, Dante, Jaures - Marx, Meeuwis - Matmour, Arango - Colautti, Bobadilla


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