Mönchengladbach - Von Bäumen, Kompaktheit und Schmerztabletten

Von Bäumen, Kompaktheit und Schmerztabletten

Von: fö
Letzte Aktualisierung:
glad-fotto31
Aspirin gefällig? Bayer-Trainer Jupp Heynckes und der ausgewechselte Michael Ballack. Foto: ddp

Mönchengladbach. Es war ein angenehmes Tagwerk für die Beschäftigten der Medienabteilung von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach. Selten hat das Erstellen des Pressespiegels solch einen Spaß gemacht, „das war eine Freude”, sagte Leiter Markus Aretz.

Der spektakuläre 6:3-Erfolg bei Bayer Leverkusen, dieser „Sieg für die Geschichtsbücher” (www. borussia.de), fand seinen Niederschlag. In den überregionalen Medien stand natürlich der geschlagene Titel-Aspirant im Blickpunkt. „Eine Demütigung” titelte die Süddeutsche Zeitung, „Großes Staunen bei Bayer und Ballack” hatte der Berliner Tagesspiegel ausgemacht, pragmatisch überschrieb die Frankfurter Rundschau ihren Bericht: „Bayer braucht ´ne Aspirin.”

Ein bisschen martialischer ging es auf dem Boulevard zu, da wurde Bayer schon mal „zerlegt” und „zertrampelt”. Der Express titelte je nach Ausgabe „Fohlen überrennen Heynckes” bzw. „Fohlen überrennen Chaostruppe”, die Bild konnte es nicht fassen: „Tor-Wahnsinn: 3:6! Gladbach schießt Leverkusen ab.” In Feierstimmung waren auch die lokalen Blätter, die Rheinische Post („Borussia im Torrausch”) und die Westdeutsche Zeitung („Borussia grandios”).

So endete „ein außergewöhnlicher Tag” (www.torfabrik.de) mit vielen, vielen Lobeshymnen, für die sich die Borussen aber auch „nur” drei Punkte gutschreiben durften. Es spricht für die Mönchengladbacher Verantwortlichen, dass der Ball richtig schön flach gehalten wird. Oberflachhalter ist dabei Trainer Michael Frontzeck, der seine Mannschaft mit Blick auf die Partie am 12. September gegen Eintracht Frankfurt in zwei freie Tage verabschiedete. „Entscheidend wird auch dann die Kompaktheit sein.”

Die Zeit der Freude ist abgelaufen mit dem Erstellen des Pressespiegels. In dem fand Max Eberls so banaler wie richtiger Hinweis übrigens keine Beachtung. „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel”, sagt der Sportdirektor.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert