Stranzl und Hanke sichern sich einen Platz in der ersten Elf

Stranzl und Hanke sichern sich einen Platz in der ersten Elf

Von: Marc Basten
Letzte Aktualisierung:
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Überzeugt mit sauberem Passspiel: Borussias Neuzugang Håvard Nordtveit im Testspiel gegen Wolfsburg. Foto: Olaf Kozany

<b>La Cala des Mijas.</b> Oberflächlich betrachtet hat sich in den letzten zwölf Monaten nicht viel verändert. Wie im Vorjahr bezog Borussia Mönchengladbach nach dem Jahreswechsel ein einwöchiges Trainingslager in La Cala des Mijas in Andalusien.

Wie vor einem Jahr waren die Bedingungen optimal, und wie vor einem Jahr zeigten sich Trainer Michael Frontzeck und Sportdirektor Max Eberl zufrieden, wie die Spieler mitzogen.

Und dennoch war das diesjährige Camp unter spanischer Sonne ein ganz anderes als im letzten Winter. Damals stand die Borussia mit komfortablen 21 Punkten im gesicherten Mittelfeld, diesmal mit elf Zählern weniger schon fast abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz.

Dieser Umstand spiegelte sich in der ganzen Woche auf und neben dem Trainingsplatz wider. Die Spieler arbeiteten ernsthaft und konzentriert, der Spaß und die Lockerheit vom letzten Jahr waren kaum auszumachen. Und auch die Sportliche Leitung vermittelte vom ersten Tag an den Eindruck, dass die sechs Tage in Andalusien alles andere als ein lockerer Betriebsausflug sind. „Alle ziehen gut mit, so wie ich mir das vorgestellt habe”, lobte Frontzeck seine Schützlinge. „Die Fitnesswerte sind ausgezeichnet, und die Spielformen werden sehr gut umgesetzt.”

Der Ur-Borusse strahlte nach Außen und im Umgang mit den Spielern weiter die stoische Ruhe aus, die man von ihm kennt. Dennoch wurde deutlich, dass die letzten Wochen nicht spurlos am 46-Jährigen vorbei gegangen sind. Einer Boulevardzeitung, die zuletzt vehement seine vorzeitige Entlassung herbeischreiben wollte und mit einer Falschmeldung über den Gesundheitszustand des neugeborenen Kindes von Torwart Christofer Heimeroth für großen Unmut sorge, verweigerte Frontzeck jedwedes Statement.

Zwei „Platzhirsche”

Bei der täglichen Arbeit auf dem Platz standen vor allem die drei Neuverpflichtungen im Fokus. Martin Stranzl, 30, als erfahrener Innenverteidiger, und der aus Hannover verpflichtete Mittelstürmer Mike Hanke. Beide präsentierten sich schon als echte „Platzhirsche”. Stranzl dürfte in der Innenverteidigung zunächst gesetzt sein, zumal der etatmäßige Abwehrchef Dante in Spanien noch weitestgehend abseits der Mannschaft trainierte. Der Rückrundenauftakt dürfte für den Brasilianer noch zu früh kommen.

Auch Hanke, 27, wird am nächsten Wochenende in Nürnberg in der Startformation stehen. Mit dem ehemaligen Schalker hat die Borussia nun einen echten Strafraumstürmer, der direkt den Abschluss sucht und Kopfballstärke in vorderster Front mitbringt.

Der dritte Neuzugang, der 20- jährige Håvard Nordtveit, kam etwas unscheinbar daher. Doch dieser Eindruck verflüchtigte sich schnell, sobald der Ball rollte. Die Arsenal-Schule mit dem „One-Touch-Football” wurde deutlich. Intelligent, sicher und ohne Firlefanz spielt der Norweger. „Er hat ein sehr gutes Passspiel”, lobt Michael Frontzeck.

Im letzten Jahr lernte Håvard Nordtveit bereits die Bundesliga kennen. Eine Saison war er an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen und schaffte mit den Franken den Klassenerhalt. „Die Lage ist vergleichbar”, findet Nordtveit. „Es sind sieben Punkte bis zum rettenden Ufer. Nichts ist unmöglich.”
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