Start in den zweiten Teil des Aufstieg-Projekts

Von: Christian Oeynhausen und Michael Krämer
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Beim ersten Training schon mittendrin: FC-Neuzugang Bard Finne (rechts) im Zweikampf mit Kölns Kapitän Miso Brecko. Foto: Rainer Dahmen

Köln. 23 Spieler und 500 Zuschauer konnte FC-Trainer Peter Stöger am Montagnachmittag beim ersten Training des Jahres begrüßen. Alle Profis waren pünktlich aus dem Weihnachtsurlaub zurückgekehrt, einige allerdings etwas angeschlagen.

So fehlten bei der ersten Einheit Matthias Lehmann, Dominic Maroh und Roman Golobart sowie Neuzugang Kazuki Nagasawa, allesamt wegen grippaler Beschwerden. Krank am ersten Tag des neuen Jobs – das war ein unglücklicher Start für den gerade verpflichteten Japaner.

Der zweite Neue aber war da: Bard Finne, der 18-jährige Norweger, war mit Spannung erwartet worden, die vor allem daraus resultierte, dass FC-Geschäftsführer Jörg Schmadtke den Transfer mit Brann Bergen schon im Sommer perfekt gemacht und für den Spieler immerhin 400.000 Euro bezahlt hatte. Im Job bei Hannover 96 hatte Schmadkte einst mit Mohammed Abdellaoue und Didier Ya Konan sehr gute Erfahrungen mit Norwegen-Transfers gemacht. In der gerade beendeten Saison beim Erstligisten Bergen kam Finne in 19 Partien auf fünf Treffer.

Quirliger, schneller Spieler

In seinem ersten Trainingsspiel mit den neuen Kollegen erzielte der Flügelspieler ein hübsches Drehschuss-Volley-Tor, bei dem Schiedsrichter Stöger die Abseitsstellung großzügig übersah. „Er hat gezeigt, dass er im Offensivbereich ein quirliger Spieler ist, der Schnelligkeit mitbringt. Fußballerisch war der erste Eindruck ganz okay“, sagte Stöger, der allerdings nicht dafür bekannt ist, bei ersten Eindrücken jemals mehr als „ganz okay“ gesagt zu haben. „Ich will erstmal ankommen, die Gruppe kennenlernen, und ich freue mich sehr, hier zu sein“, sagte Finne. Im Team fand der Junioren-Nationalspieler gleich ersten Kontakt zu Anthony Ujah, der den europäischen Teil seiner Karriere ebenfalls in Norwegen begonnen hat.

Die Kölner sehen ihn als Perspektivspieler. Gerade die Offensive ist stark besetzt. Stöger warnt aber vor dem Gedanken, der Aufstieg sei ein Selbstläufer: „Alle haben sich gefreut, wieder hier zu sein. Wir haben aber eine schwere Zeit vor uns. Und wir haben das Ziel, sie bewältigen zu können.“

Nicht alle konnten sich freuen, wieder da zu sein: Adil Chihi hat keine Perspektive mehr beim FC. Und die Ausleihe von Stürmer Kacper Przybylko bis zum Saisonende 2013/2014 an den Zweitligisten Bielefeld wurde am Morgen perfekt gemacht. Der 20-Jährige war im Januar 2012 von der Arminia zum FC gewechselt. Er bestritt seitdem 25 Pflichtspiele (zwei Tore) für die Profis, sein Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2015. „Wir freuen uns, dass wir mit Arminia nach guten Gesprächen eine Einigung erzielt haben. Für die Entwicklung von ‚Pritsche‘ ist es wichtig, dass er Spielpraxis sammeln kann. In Bielefeld hat er dazu die Gelegenheit“, erklärte Jörg Jakobs, Leiter Lizenzfußball. Beim Dauerthema Milivoje Novakovic gibt es noch keine Lösung.

Zwischen dem bis zur nächsten Woche vom Training freigestellten 34-jährigen Stürmer, der beim FC einen Vertrag bis zum Sommer besitzt, und den Kölner Verantwortlichen hat es noch keine Einigung über eine Auflösung des Kontrakts oder einen Vereinswechsel gegeben. „Das Ziel ist, möglichst bald eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden“, teilte der FC mit.

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