Setzt Gladbach auf ein Kampf-Trio im Mittelfeld?

Von: Bernd Schneiders
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Mönchengladbach. Vom Borussia-Park gibt es in den letzten Wochen schier Sensationelles zu vermelden.

Dort werde von Michael Frontzeck auf´s Kollektiv gesetzt, im Training würden Automatismen einstudiert, auch die vermeintlichen Ersatzspieler seien nun wichtig, einer ackere für den anderen - ja, was hat denn eigentlich der Frontzeck-Vorgänger Hans Meyer nur gemacht?

Alle, die nicht schnell genug auf die Bäume kamen, gequält wahrscheinlich, und - aus Versehen etwa? - die Klasse gerettet. Schöne neue Welt in Mönchengladbach. Die Urteile sind gefällt und bekommen etwas Grundsätzliches. Nach zwei Spieltagen, vier Punkten und einem Sieg im DFB-Pokal!

Da scheint es nicht verkehrt, dass der dritte Spieltag mit einem Spiel bei Werder Bremen eine echte Nagelprobe bietet, wieviel die vermeintliche Herrlichkeit der Borussen nun wirklich taugt - bevor jemand schon nach zwei Spielen ohne Niederlage die Klasse für gesichert erklärt.

„Wir werden uns auch nicht von Rückschlägen beirren lassen”, kündigt vorsorglich der Gladbach-Coach an. Kein Sieg in Bremen in den letzten 19 Jahren: Die Statistik der Elf vom Niederrhein hat in den letzten Jahren mehr Einträge dieser Art erhalten. Das ist an sich nichts Sensationelles. Aber immerhin ist für Trainer Frontzeck Werder „über einen längeren Zeitraum die beste Fußballmannschaft Deutschlands”.

Doch bei aller Offensiv-Power gibt es neben diesem Hui auch eben ein Pfui: Die Defensive ist nach wie vor die Achillesferse der Norddeutschen. Hmmmmm? Und nu? Die Flucht nach vorn? „Die große Kunst ist es, das Mittelmaß zu finden”, orakelt Michael Frontzeck.

Die jüngste Einkaufspolitik gibt den Borussen dazu sogar entsprechendes Spielermaterial an die Hand: Mit Michael Bradley und Thorben Marx besitzt der Klub zwei Mittelfeldspieler, die eine fast ideale Kombination aus Zweikampfstärke und Offensivvermögen besitzen. Obendrein mit Marcel Meeuwis einen Abfangjäger, der diese zusätzlich absichern könnte. Dafür lohnt es sich, wie gegen Panathinaikos Athen, auf die Doppelsechs zu verzichten. Mit Bobadilla als einziger Spitze, Arango und Matmour bliebe noch genug Offensiv-Power.

Voraussichtliche Aufstellung: Heimeroth - Levels, Kleine, Brouwers, Jaures - Meeuwis - Bradley, Marx - Matmour, Arango - Bobadilla
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