Selbstbewusstsein und Konstanz ausbauen

Von: Roman Sobierajski
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Schon am Samstag in der Starte
Schon am Samstag in der Startelf? Innenverteidiger Seyi Olajengbesi. Foto: imago/Jereczek

Aachen. Nein, das Wort von „oben noch einmal anklopfen” will Aachens Trainer Peter Hyballa dann doch nicht in den Mund nehmen. „Noch ein paar Punkte machen und dabei stabil werden”, das schon; „sich von unten noch weiter wegdrücken” - das auch noch.

An 1860 München vorbeiziehen, Platz sieben belegen in der Abschlusstabelle” Ziele, die wirtschaftlich interessant sind, weil sie größere Einnahmen aus den Fernsehgeldern versprechen, aber eben kein sportlicher Ansporn für eine junge, hungrige Mannschaft.

Auch wenn nach unten hin kaum noch Gefahr droht und nach oben zunächst nur kosmetische Erfolge zu erwarten sind, hat die Mannschaft von Trainer Peter Hyballa - zu Saisonbeginn ohne Welpenschutz ins kalte Wasser geworfen - eine wichtige Zwischenstation mit Blick auf die kommende Saison erreicht. „Aber ich spreche mit den Spielern nicht über die nächste Spielzeit”, sagt Aachens Trainer. „Das mache ich nur mit den Scouts, mit dem Trainerstab und dem Sportdirektor.”

Eine verständliche Grundeinstellung, die die kickenden Akteure aber nicht daran hindert, sich Gedanken zu machen: Im Sturm wird mit Zoltan Stieber und Benny Auer auch in der nächsten Saison das derzeit torgefährlichste Duo der Liga am Tivoli auflaufen.

Im Mittelfeld wird die Vertragsverlängerung von Kevin Kratz erwartet, der umworbene Aber, welche (sportlichen) Ziele soll man in der aktuellen Situation auch ernsthaft formulieren, wenn eine junge Mannschaft gerade im laufenden Betrieb ihre Reifeprüfung macht und dabei sicher noch den ein oder anderen Pubertätspickel mit sich herumschleppt und sich morgens mit dem feuchten Handtuch rasiert”

Marco Höger ist noch an den Verein gebunden, Shervin Radjabali-Fardi, ausgeliehen von Hertha BSC bis Ende Juni 2012, wird ebenfalls weiter in Schwarz-Gelb auflaufen.

Weiteres Lernspiel

Nach der Verlängerung von Tim Krumpen steht neben David Hohs der zweite gesetzte Torhüter fest (Hyballa: „Der dritte Torwart entscheidet sich zwischen Stuckmann und Unger, oder wir verpflichten dafür einen neuen”).

In der Abwehr hat Aachens Trainer mit der Rückkehr von Seyi Olajengbesi, der am Samstag beim Spiel in Paderborn auch eine Option für die Startelf ist, bald mehr Möglichkeiten. „Alle Spieler ziehen hundertprozentig mit”, lobt der 35-Jährige die generelle Grundeinstellung im Team. „Auch diejenigen, die vielleicht denken, dass wir zukünftig nicht mehr mit ihnen planen.”

So ist der Auftritt der Alemannia beim SC Paderborn natürlich auch ein weiteres Lernspiel; eine Zweitliga-Partie, bei der es um drei Punkte geht und um attraktiven Fußball, damit beim Heimspiel gegen Hertha BSC noch ein paar Zuschauer mehr an den Tivoli gelockt werden. „Unser Anspruch muss sein, zu gewinnen”, gibt Hyballa aus. „Das meine ich jetzt nicht arrogant, sondern selbstbewusst.”

Selbstbewusstsein stärken, um auch in kritischen Situationen als Sieger vom Platz zu gehen. Konstanz erreichen, weil man nur dann weiß, wie gut man wirklich ist, wenn man schlecht ist. Die Grundlagen für die nächste Saison werden gerade gelegt.
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