Hannover - Schmadtke zurück als Teilzeitarbeiter: Verträge verlängern

Schmadtke zurück als Teilzeitarbeiter: Verträge verlängern

Von: Peter Hübner, dpa
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Schmadtke Jörg
Fast drei Monate war Jörg Schmadtke mal weg. An diesem Montag kehrt er wieder an seinen Arbeitsplatz zurück - als Teilzeitkraft. Foto: dpa

Hannover. Fast drei Monate war Jörg Schmadtke mal weg. An diesem Montag kehrt er wieder an seinen Arbeitsplatz zurück - als Teilzeitkraft. „Bis Jahresende soll ich halbe Tage arbeiten”, sagte der Sportdirektor von Hannover 96.

Nach der viel beachteten Auszeit, in der er private Dinge „in die richtige Richtung” regeln konnte, warten auf ihn wichtige Aufgaben beim Fußball-Bundesligaclub. „Die Vertragsverlängerungen mit Profis und Trainer Mirko Slomka sind die nächsten Ziele”, sagte Schmadtke. „Eine Prioritätenliste möchte ich aber nicht nennen.”

Auch ohne diesen Zusatz dürfte klar sein, dass das Thema Slomka ziemlich weit oben auf der Agenda steht. Der Vertrag des Trainers läuft im Sommer 2013 aus, eine Verlängerung ist noch nicht erfolgt. Der 44 Jahre alte Coach hatte vor wenigen Wochen bei der Saison-Eröffnung auf diesen Zustand hingewiesen. Da kramte Slomka ungefragt einen Zettel hervor, betonte, dass von seiner Seite kein Vertrags-Poker betrieben werde und wertete die zögerliche Haltung des Vereins als „Ansporn”, noch mehr und noch besser zu arbeiten.

Das ist dem Fußball-Lehrer ziemlich gut gelungen, betrachtet man Resultate und die gezeigten Leistungen der Mannschaft als Beleg für erfolgreiches Arbeiten. Nach sieben Pflichtspielen in der Bundesliga (2), in der Europa League (4) und im DFB-Pokal (1) stehen für Hannover 96 sechs Siege, ein Unentschieden, eine Tordifferenz von 27:7 und teilweise grandiose Auftritte wie beim 4:0 in Wolfsburg zu Buche. Eine beeindruckende Bilanz, die natürlich auch Schmadtke in seiner Auszeit registriert hat.

„Alle haben einen guten Job gemacht, ein Eingreifen war nicht nötig”, erklärte der gut gelaunte 96-Manager. „Anscheinend brauche ich nicht unbedingt da zu sein und kann über längere Zeit wegbleiben.” Der frühere Bundesliga-Torwart und 96-Geschäftsführer hat bei den Niedersachsen im Gegensatz zu Slomka einen unbefristeten Vertrag. Clubchef Martin Kind möchte unbedingt an Schmadtke und Slomka festhalten. Die beiden sind zwar nicht immer einer Meinung, müssen das aber auch nicht sein.

Die „zielführende Arbeit” des Duos ist das, was dem Geschäftsmann Kind ganz besonders gefällt. „Ihnen gehört bei uns die Zukunft”, sagte der Clubchef. Schmadtke, dessen Familie inzwischen von Düsseldorf nach Hannover gezogen ist, war auch während seiner Pause nicht völlig aus der Welt. So nahm er zum Beispiel an der Europa League-Auslosung in Monte Carlo teil. Zudem hatte der Manager bis auf die Personalie Szabolcs Huszti, für dessen Rückkehr sich Slomka stark gemacht hatte, alle wichtigen Transfers schon vorher abgewickelt.
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