Duisburg - Sascha Rösler führt die Fortuna zu neuen Rekorden

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Sascha Rösler führt die Fortuna zu neuen Rekorden

Von: pa/dpa
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Sascha Rösler
Düsseldorfs Sascha Rösler schießt das 2:0. Foto: dpa

Duisburg. In Aachen wird man den Höhenflug von Fortuna Düsseldorf und Sascha Rösler eher mit gemischten Gefühlen verfolgen. Dort hatte der damals vereinslose Spieler trainiert, und ein Comeback im Alemannia-Trikot schien möglich. Manager Erik Meijer lotete schon mal das Interesse aus.

Der Kontakt versandete, die damaligen Trainer waren nicht an dem heute 34-Jährigen interessiert.

Ein paar Tage später unterschrieb Rösler, der sich in der Region Aachen niedergelassen hat, bei Fortuna Düsseldorf. Er wird den Schritt nicht bereut haben. Denn der Klub aus der Landeshauptstadt ist in der 2. Bundesliga nicht zu stoppen und setzt Maßstäbe. „Das war die Krönung einer großartigen Hinrunde”, sagte Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth nach dem 2:0-Erfolg der Düsseldorfer im „Straßenbahnderby” beim MSV Duisburg. Die damit verbundene Herbstmeisterschaft wollten die Fortuna-Profis nur im Stillen feiern. „Super, das ist mein erster Titel”, sagte Stürmer Maximilian Beister zwar mit strahlender Miene, doch Trainer Norbert Meier rückte die Verhältnisse direkt zurecht: „Die Herbstmeisterschaft ist ohne Bedeutung.”

Viel lieber mahnte Meier vor den anstehenden Aufgaben: Am Samstag tritt die Fortuna zum Rückrunden-Start beim VfL Bochum an. „Zurücklehnen können wir uns maximal von zwölf bis zwei in der Nacht. Wir haben uns den Erfolg hart erarbeitet und noch viele schwierige Spiele vor der Brust”, meinte der Coach.

Meier bewies Galgenhumor nach dem Spiel. „Wir sind in Duisburg - und da weiß man, was an der Seitenlinie alles passieren kann.” Selbstironisch erinnerte er an den 6. Dezember 2005, als er sich damals noch als MSV-Coach zu einem Kopfstoß gegen den Kölner Albert Streit hinreißen ließ und daraufhin für drei Monate gesperrt wurde.

Geschichten aus der Vergangenheit. Seit 24 Ligaspielen ist die Fortuna saisonübergreifend ungeschlagen und sammelte mit 41 Punkten so viele Hinrunden-Zähler wie noch keine Zweitliga-Mannschaft seit Einführung der Drei-Punkte-Regel (1995). „Das ist schon eine schöne Sache. Wir laufen ja nicht mit Scheuklappen durch die Gegend, sondern freuen uns über diesen Rekord”, sagte Verteidiger Langeneke. Mehr soll es für den Moment aber nicht sein. „Die Superlative können wir uns für den nächsten Mai aufheben”, meinte Langeneke im Hinblick auf die anvisierte Aufstiegsfeier, die dann in Düsseldorf steigen soll.

Die bislang letzte Niederlage hatte die Fortuna in der vergangenen Saison am 18. März ausgerechnet in Duisburg (0:1) kassiert. Das seitdem gewonnene Selbstbewusstsein sieht man den Spielern an. Zwar war der MSV diesmal im ersten Abschnitt ebenbürtig, doch als die geduldigen Gäste vor 23.117 Zuschauern nach der Pause einen Gang hochschalteten, fielen die verdienten Treffer. „Wir hätten schon im ersten Durchgang dominanter auftreten können, aber es ist ja auch ganz gut zu wissen, dass wir noch Luft nach oben haben”, meinte Rösler. Dies ist nach Ansicht von Meier auch wichtig: „Wir haben zwar 41 Punkte, aber hinter uns stehen vier Mannschaften, die ganz dicht dabei sind.”

Traumtor von der Strafraumkante

Wie aus einem Guss traten die Düsseldorfer beim Niederrhein-Rivalen auf und machten mit einem Doppelschlag alles klar. Dem 1:0 durch den Foulelfmeter von Jens Langeneke (57. Minute) ließ Sascha Rösler (59.) am Montagabend ein Traumtor folgen. Mit Vollspann schlenzte er den Ball von der Strafraumkante über MSV-Keeper Felix Wiedwald in den Winkel. „Das war so geplant. Als die Kugel den Fuß verließ, wusste ich, dass es passt”, erklärte Rösler. Es war nicht sein erster spektakulärer Treffer in der Hinrunde. „Für mich ist er neben Maximilian Beister der Spieler der Hinrunde”, urteilt Alemannias Manager Erik Meijer über einen Profi, den sie in Aachen einst verschmähten...
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