Sahin Dagistan will bei einem Treffer nicht feiern

Von: pa
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Sahin Dagistan spielt mittlerweile wieder für den FC Wegberg-Beeck.

Aachen/Wegberg. Es ist erst ein paar Wochen her, da stand Sahin Dagistan noch bei Alemannia Aachen unter Vertrag. Das schwarz-gelbe Trikot hat der Angreifer aber selten tragen dürfen, er hat sich am Tivoli nie so richtig durchgesetzt.

Und weil er damit ziemlich unglücklich war, hat er Anfang der Saison die Farben gewechselt; Dagistan ist zurück zum FC Wegberg-Beeck gegangen, dort hatte er schon vor seinem Intermezzo bei der Alemannia gespielt.

Am Freitag (19 Uhr) trifft der Stürmer mit seinem neuen alten Klub am Aachener Tivoli im Regionalliga-Derby auf seine ehemaligen Kollegen.

Was hat sich für Sie geändert durch die Rückkehr nach Wegberg-Beeck?

Dagistan: Hier wird ausschließlich abends an drei bis vier Tagen in der Woche trainiert, dafür aber länger und intensiver, meistens zwei Stunden lang. Fast alle arbeiten, bevor sie zum Training kommen.

Gilt das für Sie auch?

Dagistan: Ich habe an drei Tagen in der Woche einen Nebenjob, will bald eine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann beginnen.

Warum haben Sie die Zelte vor der Saison so schnell wieder am Tivoli abgebrochen?

Dagistan: Es gab ein paar Motive. Zum einen wollte ich spielen. Ich hatte nur ein paar Kurzeinsätze, war manchmal nicht einmal im Kader. Das habe ich aufgrund meiner Trainingsleistung selten verstanden. Aachen war aber auch sportlich gesehen ein bisschen die Endstation. Und da wurde es mir wichtiger, auch perspektivisch in Richtung Ausbildung zu denken.

War das ein verlorenes Jahr bei Alemannia?

Dagistan: Nein, es war eine herausragende Erfahrung, vor solchen Fans spielen zu dürfen. Das war neu und unbeschreiblich. Ich habe viele neue Spieler kennengelernt, im Grunde war es eine super Zeit.

War die Rückkehr nach Wegberg ein sportlicher Abstieg?

Dagistan: Ich habe mich hier immer sehr wohlgefühlt. Das ist eine vertraute Umgebung. Sportlich war der Start wirklich schwierig, in den ersten fünf Spielen haben wir uns noch nicht gefunden. Jetzt geht es langsam bergauf. Wir sind auf einem guten Weg.

Sie werden Alemannias Weg verfolgen. Welchen Eindruck haben Sie?

Dagistan: Ich bin schon erstaunt und ein bisschen traurig, wie kritisch Team und Trainer gesehen werden. Vor einem Jahr hatte Aachen zu diesem Zeitpunkt lediglich drei Punkte mehr. Es ist also noch nichts passiert.

Wie wird das Spiel verlaufen?

Dagistan: Alemannia wird viel Druck machen, wir werden verteidigen.

Da der Fußball immer wieder auf Pointensuche ist, werden Sie vermutlich Ihr erstes Saisontor am Freitagabend schießen. . .

Dagistan: Ach, ich freue mich zunächst einmal wieder vor diesen Fans spielen zu dürfen. Zuletzt hatte ich ein bisschen Pech bei meinen Abschlüssen, die Leistungskurve stimmt in den letzten Wochen. Wenn es denn tatsächlich passieren sollte und ich treffe, werde ich das Tor aber sicherlich nicht feiern.

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