Sagt Solbakken nach dem Schalke-Spiel zu?

Von: Günter Kirschbaum
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Köln. Es soll ein Fest für die Fans werden. Geht es nach dem Willen von Volker Finke, so gibt es am letzten Bundesliga-Spieltag für den 1. FC Köln gegen Schalke 04 am Samstag um 15.30 Uhr den dritten Sieg in Folge und nach dem Schlusspfiff eine rauschende Saisonabschlussparty. „Die Spieler haben sich für die Fans einiges einfallen lassen”, kündigte Sportdirektor Finke an.

In Köln beschäftigt man sich derzeit eher weniger mit dem Spiel gegen Schalke. Seitdem der Klassenerhalt gesichert ist, wartet der Anhang auf weißen Rauch aus dem Geißbockheim. Die FC-Sympathisanten wollen wissen, wer neuer Cheftrainer wird. „Ich kann nicht leugnen, dass ich mich mit Stale Solbakken getroffen habe”, bestätigte Finke, dass man sich auf den Norweger festgelegt hat. „Ich kann auch nicht sagen, dass der norwegische TV-Sender falsch berichtet hat. Es ist aber noch nichts unterschrieben.”

Es gibt kein Zeitfenster

Also ist Solbakken jetzt auch offiziell der Top-Kandidat auf den Job beim FC. Und alles deutet darauf hin, dass die Kölner die Verpflichtung nach dem Schalke-Spiel bekanntgeben werden. Ein Zeitfenster, in dem die Entscheidung fällt, gibt es laut Finke nicht. „Aber es soll so schnell wie möglich über die Bühne gehen”, sagt Finke. „Ich möchte den Trainer sehr stark einbinden in die Kadergestaltung.”

Dann will Finke auch erzählen, warum seine Wahl auf den aktuellen Coach des dänischen Serienmeisters FC Kopenhagen gefallen ist. „Wenn es klar ist, werde ich sagen, warum ich mich so intensiv um ihn bemüht habe”, bittet Finke um etwas Geduld. Was klar ist: Mit Solbakken sind die Details ausgehandelt. Am Rhein wartet man nur noch auf das Okay des Norwegers. Warum sich Solbakken noch Zeit lässt? Finke: „Ob Verein, Verband oder Familie - keine Ahnung.”

Also beschäftigt sich der 63-Jährige noch einmal mit der Partie gegen den Pokalfinalisten. Und da hat er einen Ansatzpunkt gefunden, der die Sache interessant macht. „Es geht um die Drei-Jahreswertung bei den TV-Geldern”, erklärt Finke. „Da ist es für uns wichtig, vielleicht noch einen Tabellenplatz gutzumachen. Alle glauben, es ginge um nichts mehr. Aber das stimmt nicht.”

Mit der „Frankfurter Startelf”

Deswegen wird er die Startformation, die mit dem 2:0-Sieg in Frankfurt den Klassenerhalt gesichert hat, wohl nicht ändern. Der Kader jedenfalls ist identisch mit dem, der letztes Wochenende an den Main reiste. Sebastian Freis (Faserriss in der Bauchdecke), Martin Lanig (gebrochener Zeh) und Christian Clemens (Ermüdungsbruch im Mittelfuß) fallen verletzt aus, Slawomir Peszko ist nach seinem Innenbandriss zwar wieder im Training, aber der Pole soll keinem Risiko ausgesetzt werden.

Nach dem Schalke-Spiel wird die Karriere des Trainers Finke beendet sein. Besondere Gefühle kommen da nicht auf. „Das empfinde ich nicht als so emotional” sagt Finke. „Ich bin ja vor ein paar Wochen auch nicht emotional Trainer geworden.” Da empfindet er seine erste bevorstehende Trainerverpflichtung schon intensiver.

Voraussichtliche Aufstellung: Rensing - Brecko (Andrézinho), Geromel, Mohamad, Eichner - Petit, Pezzoni - Chih, Podolski, Jajalo - Novakovic
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