Heribert Förster

Pro: Wer ohne Sünde ist...

Ein Kommentar von Heribert Förster

„Der ist ja komplett wahnsinnig.“ In fünf Worten zusammengefasst, was viele Menschen über Jürgen Klopp denken. Und: Er mache kleinen Kindern Angst. Und er sei kein Vorbild für die Amateure, und, und, und. Ist Jürgen Klopp das alles?

Es sind keine schönen Bilder, die der  Dortmunder Trainer oftmals an der Seitenlinie anbietet. Klopp weiß selbst, dass er in Neapel „da draußen den Affen“ gemacht hat (O-Ton Klopp). Würde sich der „Wüterich vom Borsigplatz“ in Zukunft (wie etwa auch sein hoch emotionaler Freiburger Kollege Christian Streich) jedoch in jeder Sekunde seines Trainer-Daseins beherrschen, wäre wieder ein „Typ“ von der Bildfläche verschwunden.

Diese Typen, die man doch so gerne mag, die sich Menschen und Medien, die jetzt alle den „Bekloppten“ schlachten, doch immer so wünschen. Der Trainer Klopp ist aber auch (nur) so erfolgreich, weil er ein emotionaler Trainer ist.

Sein Umgang nach dem Spiel mit dem Ausraster war vorbildlich. Klopp bereute ehrlich sein Verhalten, suchte keine Ausreden. Klopp hat sich entschuldigt, sein Fehlverhalten eingestanden, die Niederlage auf seine Kappe genommen, dürfte von der Uefa bestraft werden – und gut ist. Oder: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein.

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