Kaiserslautern - Podolski gelingt viel belachter Treffer beim 1:1 in Kaiserslautern

Podolski gelingt viel belachter Treffer beim 1:1 in Kaiserslautern

Von: Tobias Schächter
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Kölner Block: Geromel und Andrezinho blocken Lauterns Srdjan Lakic ab, der sich bald darauf mit einer Roten Karte Foto: imago/Team 2

Kaiserslautern. Und dann ging auch noch diese Katze steil. Es gibt ja nichts, was es noch nicht gegeben hätte in der Fußball-Bundesliga. Glaubt man. Doch das Kuriositätenkabinett der Liga liefert immer neue Anekdoten zum Schmunzeln.

Gestern Abend im Fritz-Walter-Stadion sorgte beim 1:1 zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FC Köln aber nicht nur eine Katze für Turbulenzen, die nach 83 Minuten versuchte, ihre Hundertmeterzeit auf dem Spielfeld zu verbessern. Auch dem Brasilianer Rodnei gelang Ungewöhnliches: Er sorgte für ungläubiges Entsetzen bei den FCK-Fans und vielen Lachern bei den Anhängern des 1. FC Köln.

Unbedrängt wollte der Innenverteidiger der Pfälzer zu seinem Torwart Tobias Sippel zurückpassen. Doch Rodnei zielte so ungenau, dass er den Pfosten des eigenen Tores traf. Während die Pfälzer-Fans kaum glauben konnten, was sie sahen, nutzte Nationalspieler Lukas Podolski die Verwirrung und schob den zurückprallenden Ball zur 1:0-Führung für den FC Köln ins Tor (29.).

Ein Tor für die Ewigkeit der lustigsten Szenen der Ligahistorie, das Rodnei wohl nie vergessen wird und „wir wohl noch in vielen Jahresrückblicken sehen werden”, wie Lauterns Trainer Marco Kurz hinterher vermutete.

Doch diese absurde Fehlleistung des erstmals nach einer Leistenoperation wieder eingesetzten Rodnei, blieb nicht die einzige Panne für die Pfälzer vor der Pause. Torjäger Srdjan Lakic ließ sich zu der Andeutung einer Tätlichkeit hinreißen: Nachdem er aus seiner Sicht von Geromel im Kölner Strafraum regelwidrig am Kopfball gehindert wurde, traf er den auf ihn schimpfenden Kölner Christian Eichner nur deshalb nicht mit seiner Hand am Kopf, weil dieser zurückwich.

Doch die Kölner konnten aus ihrer Überzahl im zweiten Durchgang keine Vorteile ziehen, ganz im Gegenteil: Die Lauterer schafften schon sechs Minuten nach Wiederanpfiff den Ausgleich, als der Ball im Kölner Strafraum wie eine Flipperkugel zwischen den Abwehrspielern Geromel und Pezzoni hin und herflog und der Lauterer Jan Moravek die Kugel dann aus zehn Metern ins Kölner Tor schoss.

Der neue Kölner Torwart Michael Rensing konnte diesen Treffer nicht verhindern, machte ansonsten aber eine gute Partie und bewahrte seine Mannschaft vier Minuten vor dem Abpfiff mit einer Glanzparade vor einer Niederlage, als er einen Ball von Petsos hielt. „Er hat eine sehr konzentrierte Torwartleistung gezeigt”, lobte Kölns Trainer Frank Schaefer seinen neuen Torhüter.

Unauffällig hingegen blieben die beiden anderen Neuzugänge des Winters im Kölner-Team. Christian Eichner und Slawomir Peszko konnten auf der linken Seite keine offensiven Akzente setzen (Peszko) und wirkten hinten eher wacklig als solide (Eichner).

Den Kölnern gelang in der zweiten Halbzeit kaum ein vernünftiger Angriff, eher wirkte es, als seien sie in Unterzahl. Dennoch hätten sie fast das Spiel noch gewonnen, als Podolski und Geromel zwei große Chancen nicht verwerten konnten (85., 86.).

Die schwache Leistung der Kölner im zweiten Durchgang lag vielleicht auch am verletzungsbedingten Ausscheiden von Petit (Leistenprobleme) zur Halbzeitpause, der eingewechselte Yabo konnte den Portugiesen nicht ersetzen. „Man hat gesehen, dass wir keine Mannschaft haben, die in Überzahl einen Gegner in Grund und Boden spielen kann”, sagte Kölns Trainer Schäfer.

Christian Eichner hatte eine ungewöhnliche Erklärung für die schwache Kölner Leistung in Halbzeit zwei. „Es gehört abgeschafft, dass die auf ihre eigene Kurve spielen hier in Kaiserslautern, da passiert irgendetwas mit dem Gegner”, sagte Eichner. Mit dem Punkt waren am Ende alle irgendwie zufrieden. Nach all den Turbulenzen hätte es für beide auch schlimmer kommen können.
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