Peter Hyballa stellt erstmals die Qualitätsfrage

Von: Christoph Pauli
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Aachen. Die individuellen Missgeschicke traten fließbandartig auf. Fehler Achenbach, Fehler Junglas, Fehler Feisthammel. Alemannias Abwehr wurde am Freitagabend regelmäßig von Schüttelfrost befallen.

Die Mannschaft führte nach einer Stunde beim MSV Duisburg, und war auch an diesem Spieltag nicht in der Lage, cool so eine enge Partie ins Ziel zu retten.

„Das ist keine Frage des Konzepts oder des Systems”, bilanzierte Peter Hyballa. „Es spielt keine Rolle, ob du im 4-4-2- oder im 4711-System unterwegs bist. Wir scheitern an unseren individuellen Böcken.” Der Frust platzte heraus, nachdem der Sprung ins obere Tabellendrittel verpasst war.

Vielleicht surft die Mannschaft tatsächlich am Limit ihrer Möglichkeiten. Der Trainer stellte jedenfalls zum ersten Mal die Qualitätsfrage. Adressat für solche Zweifel war Alemannias Viererkette, die zu häufig irrlichterte.

Bislang hatte Hyballa seinen Kader, der unverändert zu wenig Tiefe hat, permanent verteidigt. „Wir Trainer lutschen die Spieler richtig aus. Sie ziehen wunderbar mit, und auch in Duisburg wäre ein Sieg möglich gewesen.”

Das sind Sätze aus dem Reich des Konjunktivs, in der Realität wünscht sich der 35-Jährige „zwei, drei Knaller” für die nächste Spielzeit, um diese Mannschaft nach vorne zu bringen. Erfahrene Profis, an die sich der muntere Nachwuchs im Zweifel auch mal anlehnen kann. In dieser Saison wird die Mannschaft eher von den jungen Spielern getragen -ÊAusnahme ist der zuverlässige Torschütze Benny Auer.

Nicht nur die Ansprüche der Kundschaft, auch die der Trainer wachsen. „Natürlich können wir unverändert mit Talenten hier weiter arbeiten, aber so schafft man keinen Platz 5 oder 6”, befürchtet Hyballa. Zudem verliert die Jugendmannschaft mit Zoltan Stieber noch ihren besten Vorbereiter. Mit Manager Erik Meijer weiß sich der Trainer auf einer Wellenlänge: „Wenn man Qualität aus einer Gruppe herausholen will, muss man auch Qualität in die Gruppe hineingeben.” Der Wunschzettel wird gerade abgearbeitet, Erfolge sind noch nicht vermeldet.
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