Novakovics Klage wird erhört

Von: Günter Kirschbaum
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Milivoje Novakovic. Foto: imago/Bopp

Köln. Noch hat Milivoje Novakovic den neuen Vertrag nicht unterschrieben. Und äußern wollte sich der Kapitän und Torjäger des 1. FC Köln dazu am Montag auch nicht.

„Ich konzentriere mich ganz auf unser nächstes Spiel am Sonntag in Hamburg”, sagte der slowenische Nationalspieler. Wie FC-Mediendirektor Christopher Lymberopoulos am Montag bestätigte, liegt Novakovic ein Vertragsangebot vor, das ihn ein Jahr länger - bis zum 30. Juni 2012 - an den Klub bindet. Das Jahresgehalt soll dann die Millionengrenze überschreiten.

Novakovic spielt seit drei Jahren für den FC. In 95 Spielen erzielte er 49 Tore - Zahlen, die ihn zu einem Schlüsselspieler für die Kölner gemacht haben. Nun hat der FC seit diesem Sommer zwei neue Akteure, die diese Bezeichnung ebenfalls verdienen und sich in einer anderen Gehaltsklasse befinden: Lukas Podolski und Maniche. Zudem wurde das Gehalt der Innenverteidiger Pedro Geromel und Youssef Mohamad aufgestockt. Das rief Begehrlichkeiten bei Novakovic hervor. Aus seiner Sicht stimmte das, was man gemeinhin als leistungsgerechte Entlohnung bezeichnet, nicht mehr.

Diese Forderungen erhörte das FC-Präsidium. Vereins-Chef Wolfgang Overath und die Vize Jürgen Glowacz und Friederich Neukirch stimmten dem Mehrwert für Novakovic ohne Vorbehalte zu. Glowacz sprach von einer Anerkennung der Leistungen Novakovics in den letzten beiden Spielzeiten.

„Wir haben im Stillen viel Gutes getan”, sagte Michael Meier. Der Manager geht davon aus, dass sich die Neid-Diskussion innerhalb des Kaders damit erledigt hat. „Wir haben schon seit Wochen Gespräche geführt”, stellte Meier am Montag klar, dass der FC die Initiative nicht erst ergriffen hatte, nachdem Novakovic in einem Gespräch mit einem Kölner Boulevardblatt öffentlich mehr Geld verlangt und mit seinem Abschied gedroht hatte.

Beim FC geht man davon aus, dass der Slowene in den nächsten Tagen seine Unterschrift unter den neuen Arbeitsvertrag setzt. „Aber”, so Meier, „unterschrieben ist noch nichts.”
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