Novakovic spielt gegen Frankfurt von Beginn an

Von: Günter Kirschbaum
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Milivoje Novakovic. Foto: imago/Bopp

Köln. Ein Lächeln huschte über Zvonimir Soldos Gesicht. Der Trainer des 1. FC Köln war sichtlich erleichtert, als er am Freitag verkünden konnte: „Seit Donnerstag sind alle Männer an Bord.” Der Kroate kann also gegen Eintracht Frankfurt erstmals seine erste Elf auflaufen lassen.

Und mit dem Traumsturm Lukas Podolski/Milivoje Novakovic wollen sich die Kölner heute Nachmittag aus dem Tabellenkeller schießen.

Keine Frage, der FC steht nach den beiden Auftaktniederlagen schon unter Druck. Das räumt Soldo ein. Dennoch ist der Trainer mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden. „Wir arbeiten sehr gut”, sagt er. „Wir brauchen jetzt aber ein positives Ergebnis.” Der 41-Jährige wirkt dabei gelassen. Er lässt sich von den Nebengeräuschen nicht vom Wesentlichen ablenken. Ob beispielsweise Novakovic mehr Geld fordert oder nicht, ist ihm egal. Solange das nicht seine Arbeit stört. Und die hat zum Ziel, gegen Frankfurt so aufzutreten wie gegen Wolfsburg. Mit einer Ergänzung: „Nicht 60 bis 70 Minuten, sondern 90. Dann werden wir das Spiel auch gewinnen.”

Es wird allerdings heute keinen Hurra-Fußball geben. „Frankfurt wird defensiver stehen und auf Konter setzen”, erwartet Soldo. Er wird seinem Team verordnen, konsequent, aber geduldig zu spielen. „Das wird eben ein ganz anderes Spiel als gegen Wolfsburg.”

Wer die Punkte sichern soll, steht für den Trainer fest. Pedro Geromel kehrt in die Innenverteidigung zurück, Kevin McKenna muss wieder ins zweite Glied. Für Novakovic muss Kevin Pezzoni weichen. Das heißt allerdings auch, das der FC offensiv völlig anders aufgestellt ist als zuletzt. Zwar stellt Soldo eine „Doppel-Sechs” aufs Feld, aber nur Petit wird dort für die Defensivarbeit zuständig sein. Maniche ist für den kreativen Part zuständig. Er soll die Außen und die Spitzen in Szene setzen.

Soweit Soldos Konzept auf der Taktiktafel. Inwiefern sich das heute schon umsetzen lässt, bleibt abzuwarten. Podolski und Novakovic „passen zusammen”, sagt Soldo. „Die brauchen noch ein bisschen Zeit.” Für Maniche reklamiert der Trainer weitere Spielpraxis, um das Niveau zu erreichen, das man vom Portugiesen erwartet. Das neue, magische FC-Dreieck muss sich offensichtlich noch entwickeln. Zeigen die Fans weiterhin Geduld, wenn´s auch gegen Eintracht Frankfurt schief geht? Diese Wette würde derzeit in Köln kaum jemand eingehen.

Voraussichtliche Aufstellung: Mondragón - Brecko, Geromel, Mohamad, Womé - Freis, Petit, Maniche, Ehret - Novakovic, Podolski
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