Mönchengladbach - Nachfolger-Suche: Favre träumt von Dante II

Nachfolger-Suche: Favre träumt von Dante II

Von: Bernd Schneiders
Letzte Aktualisierung:
favre_04
Lucien Favre ist auf der Suche nach Dantes Nachfolger. Foto: dpa

Mönchengladbach. Die Sensation ist es nicht. Dante wechselt von Borussia Mönchengladbach zu Bayern München. Zur neuen Saison. So viele Dächer gibt es gar nicht, von denen es die Spatzen bereits seit Wochen pfiffen. Die Sensation fand vor einem Jahr statt.

Der brasilianische Innenverteidiger verließ nicht den Verein, mit dem er in letzter Sekunde noch die erstklassige Kurve gekratzt hatte. Die Kröte, die Sportdirektor Max Eberl schlucken musste, war die Ausstiegsklausel über 4,7 Millionen Euro, von der der 28-Jährige nun Gebrauch macht. „Die SeleÇao, bei der WM 2014 in Brasilien für mein Land zu spielen, ist mein großer Traum”, erklärt Dante mit einem Gesicht, das keine finanziellen Unterstellungen möglich macht. „Der Wechsel ist ein Schritt dorthin.”

Die brasilianische Nationalmannschaft als sportliches Lebensziel. Für einen Südamerikaner noch motivierender als für einen Europäer, seiner Heimat im Nationaltrikot zu dienen. Dass Mönchengladbach nur eine Durchgangsstation für den ehrgeizigen Musterprofi sein würde, war schon im Januar 2009 bei seinem Wechsel von Lüttich klar - und der brasilianische Strahlemann hat dies auch nie verhehlt. „Es tut mir weh, hier wegzugehen”, sagt der Linksfuß. Dante ist durch und durch professionell, in jedem Training, in jedem Spiel - und auch bei der Planung seiner Karriere.

Nicht einfach für Eberl, einen passenden Ersatz zu finden. Einen, der zudem noch den hohen Ansprüchen seines Trainers genügt. Lucien Favre überrascht die Entscheidung seines Abwehrchefs nicht. „Das ist kein Schock für mich.” Der Schweizer möchte nun aber möglichst Dante II bekommen: nicht nur einen überdurchschnittlichen Innenverteidiger, sondern auch noch einen Profi mit Ausstrahlung und Führungsqualitäten. Dantes als Nachfolger gehandelter Landsmann Felipe, der wie einst der Noch-Gladbacher für Lüttich spielt, ist fußballerisch und menschlich eher introvertiert. Auch Dortmunds Edelreservist Filipe Santana scheint wohl nicht im engmaschigen Sieb des Schweizer Perfektionisten hängenzubleiben.

Keine einfache Aufgabe für Borussias Sportdirektor Max Eberl, dem Ideal seines Trainers möglichst nahe zu kommen und obendrein den Transfer noch bezahlbar zu halten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert