Köln - Mühseliges 1:1 zum Heimdebüt

Mühseliges 1:1 zum Heimdebüt

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
1. FC Köln - SV Sandhausen
Kölns Thomas Bröker (r) und Sandhausens Julian Schauerte versuchen den Ball zu spielen. Foto: dpa

Köln. "Bei uns ist es überschaubar und familiär", beschrieb ein Vertreter des Zweitliga-Aufsteigers SV Sandhausen vor dem Anpfiff zur Heimpremiere des 1. FC Köln in der jungen Zweitliga-Saison die Atmosphäre in seinem Klub über die Stadion-Mikrofone.

Überschaubar und familiär ging es auch im halbvoll-vollen Kölner Stadion beim 1:1 des Bundesliga-Absteigers zu: Nach der DFB-Strafe durften aufgrund der Randale in der vergangenen Saison 22 500 Eintrittskarten nicht verkauft werden.

Die 22 900, die ein Ticket ergattert hatten, sahen einen, nun ja, über weite Strecken mäßigen Zweitliga-Kick, der nichts mit dem T-Shirt-Aufdruck "Saison 2012 - Zweitliga-Aufstieg", das einige Fans schon am zweiten Spieltag ins Stadion trugen, zu tun hatte. Die ersten 20 Minuten gab es keine einzige Torchance, so etwas wie Gefahr entwickelte sich erst, als Mato Jajalo in der 24. Minute für den angeschlagenen Adil Chihi kam.

Der hatte sich einen Faserriss im linken Oberschenkel eingehandelt und fällt drei Wochen aus. Nur eine Minute später landete eine Jajalo-Flanke bei Kevin Wimmer, dessen Kopfball knapp neben dem Sandhausener Kasten landete. Weniger konnte Thomas Bröker mit einem Jajalo-Zuspiel anfangen, das ihn frei vor SV-Keeper Daniel Ischdonat auftauchen ließ - der Rückkehrer verzog (37.). Dass der Kopfball des Sandhausener Jan Fießer nur auf die Latte tropfte (27.), rettete zumindest das Remis zur Pause.

Im zweiten Durchgang baute FC-Coach Holger Stanislaswki dann auf Mikael Ishak, nachdem Chong Teses augenfälligster Spielbeitrag in der ersten Halbzeit darin bestanden hatte, bei einem Fallrückzieher-Versuch ein beachtliches Stück Atmosphäre aus dem Kölner Abendhimmel zu treten. Doch die größte Chance hatte dann erneut Bröker, dessen Schuss das Lattenkreuz vibrieren ließ (48.). Ideenreicher gestalteten sich die Kölner Bemühungen in der Folge allerdings nicht, zumal sich der Aufsteiger noch weiter zurückzog und auf Konter lauerte.

So bedurfte es schon des Pfiffs von Schiedsrichter Markus Wingenbach, um den Favoriten in Führung zu bringen. Ein feiner Pass von Jajalo landete bei Kapitän Miso Brecko, der im Strafraum von seinem Gegenspieler umgerissen wurde. Bröker übernahm die Verantwortung vom Elfmeterpunkt und versenkte den Ball flach ins linke Eck zum 1:0 (63.).

Trainer Stanislawski wechselte vorsichtshalber Kevin Pezzoni ein, um das Abwehrgeflecht dichter zu stricken und die Führung über die Zeit zu retten. Doch ausgerechnet der gab unfreiwillig die Vorlage zum späten Ausgleich: Pezzonis Kopfball landete irgendwie beim kurz zuvor eingewechselten Regis Dorn, und dessen Drehschuss-Bogenlampe flog über Keeper Horn hinweg ins Netz (89.).

"Ich weiß überhaupt nicht, wie das Ding reingegangen ist", bekannte Innenverteidiger Dominic Maroh, der das Geschehen aus der Nähe verfolgt hatte. "Wir müssen uns noch finden, ein Punkt nach zwei Spieltagen, das ist zu wenig."
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