Mönchengladbach hofft auf Heynckes-Fehlstart

Von: Heinz Büse und Dietmar Fuchs, dpa
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Mönchengladbach. Die einstigen Weggefährten aus Mönchengladbach gönnen Jupp Heynckes die deutsche Meisterschaft, hoffen aber auf einen Fehlstart in sein neues Amt. „Wir wünschen ihm viel Glück beim FC Bayern, aber erst nach dem 2. Mai”, kommentierte Borussen-Präsident Rolf Königs mit Blick auf das Duell am Samstag in München.

Das überraschende Comeback des Fußball-Lehrers beim Rekordmeister sorgte bei der abstiegsbedrohten Borussia zwar für reichlich Gesprächsstoff, aber nicht für zusätzliche Verunsicherung.

„Mit der Verpflichtung von Jupp Heynckes wird die Aufgabe für uns sicherlich nicht leichter”, befand Vizepräsident Rainer Bonhof, „aber in unserer Situation sind alle Spiele eine Herausforderung.”

Wie Bonhof wäre auch Hans Meyer lieber gegen Jürgen Klinsmann als gegen den ehemaligen Mönchengladbacher Spieler und Trainer angetreten: „Ich kann das Binnenverhältnis zwischen der Münchner Mannschaft und Klinsmann nicht beurteilen. Ich glaube aber eher, dass es ein Vorteil für die Münchner ist, dass sie den Wechsel zu Heynckes jetzt vollzogen haben”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Doch der in Not geratene Tabellen-17. ist derzeit zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als intensiv über den Einfluss der Heynckes- Rückkehr auf den Bundesliga-Klassiker nachdenken zu wollen. „Was soll sich für unser Team dadurch ändern, dass jetzt Heynckes die Bayern trainiert? Eines wissen wir sicher: Borussia Mönchengladbach braucht jeden Punkt”, meinte Sportdirektor Max Eberl.

Mit dem ernüchternden 1:1 im Abstiegsduell gegen Bielefeld am Sonntag, das durch die Siege der Kellerkinder Karlsruhe und Cottbus doppelt schmerzte, kehrten akute Abstiegsängste zurück. Nur einen Tag später nahm sich Bonhof die zuletzt fünfmal sieglosen Spieler zur Brust: „Wir haben mit der Mannschaft geredet und den Jungs gesagt, worauf es jetzt ankommt. Da hatte ich nicht das Gefühl, dass jemand aufgeben will. Uns fehlt ein Punkt auf Platz 16, zwei Punkte fehlen auf Platz 15, das lässt sich an einem Spieltag reparieren.”

Ob die Reparatur schon in München gelingt, erscheint wenig wahrscheinlich. „Wir haben gesehen, zu welcher Reaktion die Münchner in der Lage sind und nach dem 0:4 von Barcelona in der Bundesliga die Frankfurter vom Platz gefegt haben”, erinnerte Bonhof an das 4:0 der Bayern gegen die Eintracht. Gleichwohl hofft Eberl auf eine Wende schon in München: „Jedes Wochenende erleben wir in der Bundesliga Überraschungen - und wir wären auch gern mal wieder dabei.”
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