Miro Vavrodic steht vor seinem Bundesliga-Debüt

Von: Wilhelm Peters
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Köln. Gehen wir einmal davon aus, dass die Antwort nicht vorgegeben war. Dennoch klingt sie wie eine Ohrfeige für den Kollegen Faryd Mondragon.

Am Dienstag nämlich sagte Adam Matuschyk, der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln und polnische Nationalspieler, auf der Homepage seines Arbeitgebers, warum er bereits am Montag vorzeitig von einer Länderspielreise, auf der er beim 2:2 gegen die USA sein erstes Tor im Nationaldress erzielte, nach Köln zurückgekehrt ist und auf die zweite Partie Polens gegen Ecuador in Montral verzichtet hat: „Ich habe schon vor meiner Abreise Gespräche mit Herrn Meier geführt. In Hinblick auf Dortmund wäre es nicht gut gewesen, wenn ich erst am Donnerstag nach Köln zurückgekehrt wäre. Besonders nach dem langen Flug wäre das natürlich keine gute Vorbereitung auf das Spiel gewesen.”

Rumms! So eine Aussage sitzt, so eine Aussage gießt Öl ins Feuer, weil sich Faryd Mondragon ganz anders entschieden hat. Der 39-jährige Torhüter weilt mit Kolumbiens Nationalmannschaft in New York, wo am Diesntagabend das Freundschaftsspiel gegen die USA ausgetragen wurde. Gegen den ausdrücklichen Willen seines Arbeitgebers entschied sich Mondragon für die komplette Reise und kehrt erst am Donnerstag, einen Tag also vor dem Kölner Heimspiel gegen Dortmund, zurück.

Mondragon war von Nationalcoach Hernan Dario Gomez überraschend für Kolumbien nominiert worden, weil Stammkeeper David Ospina nicht spielen konnte. Die Zeitverschiebung mache ihm nichts aus, sagte Mondragon, „ich habe Erfahrung genug”.

FC-Trainer Zvonimir Soldo sieht das angesichts der prekären Lage der Kölner anders: „Diese Reise kann ich nicht gutheißen. Er ist keine 20 mehr.” Nun denkt der Coach darüber nach, am Freitag Miro Vavrodic, 21, zwischen die Pfosten zu stellen. Es wäre dessen erster Einsatz in der Bundesliga.
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