Millionär beseitigt Rodas Schuldenlast

Von: sch
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Rodas Retter: Frits Schrouff will den Klub stabil machen. Foto: rodajclive.wordpress.com

Kerkrade. Den Betriebsunfall des erstmaligen Abstiegs aus der Ehrendivision vor eineinhalb Jahren hatten sie in einer dramatischen Relegation korrigiert, und Roda JC Kerkrade startete gut nach der Rückkehr ins niederländische Fußball-Oberhaus in die neue Saison.

Nach drei Siegen aus den ersten vier Spielen ist das Team von Cheftrainer Darije Kalezic allerdings aus der Spur geraten, seit neun Partien wartet Roda auf einen Erfolg, zuletzt setzte es ein 0:5 gegen Zwolle. Eine gute Nachricht gibt es nun ausgerechnet aus dem Bereich, der dem Verein seit Jahren keine Freude bereitet hatte: Frits Schrouff, der es mit dem Handel von asiatischen Produkten zum Millionär gebracht hat, will Roda von der Schuldenlast befreien und den Klub übernehmen.

„Roda JC kann wieder an einer gesunden Zukunft bauen“, meldeten die Schwarz-Gelben auf ihrer Homepage. Mit Schrouff, geboren in Schaesberg, sei man über eine Absichtserklärung übereingekommen. „Roda JC kann dadurch unter anderem die in der Vergangenheit aufgebauten Schulden abtragen und in aller Ruhe an einer gesunden Zukunft des Klubs arbeiten.“ Einzelheiten wurden am Mittwoch nicht mitgeteilt, aber noch in diesem Jahr soll das Papier mit Leben erfüllt werden.

Zuletzt war Kerkrade zum wiederholten Mal von der Lizenzkommission des niederländischen Fußballverbands (KNVB) in die Kategorie 1 eingestuft worden und steht unter verschärfter Beobachtung. Die chronische finanzielle Not brachte Roda in Zahlungsrückstand von inzwischen rund zwei Millionen Euro alleine gegenüber der Gemeinde, die die Monatsmiete für das Parkstad Limburg Stadion schon von 67 000 auf 50 000 Euro gesenkt hatte. Bis Ende der vergangenen Saison waren insgesamt rund 6,5 Millionen Euro Schulden bei Roda aufgelaufen.

Nun will Frits Schrouff diese Last beseitigen und seine „Liebe für Roda JC“ nicht mehr nur auf die Jugendabteilung, die er seit Jahren unterstützt, und auf regelmäßiges Stopfen von Löchern in der Kasse beschränken. „Ich finde es wichtig für die Identität, die Verbindung und das Fußball-Knowhow in der Region, dass Roda finanziell einen stabilen Klub formt.“ Seine Entscheidung, so der 75-Jährige, sei „wohlüberlegt“.

Einst sicherte „Textilkönig“ Nol Hendriks Jahr für Jahr das Überleben von Roda Kerkrade und suchte die mediale Begleitung. Frits Schrouff tickt da anders. Sein Einstieg jedenfalls, sagt Rodas „Algemeen Directeur“ Wim Collard, sei eine „fantastische Neuigkeit“. Jetzt muss nur noch die Mannschaft wieder in die Spur kommen.

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