Meyer will den Wiederaufstieg

Von: Bernd Schneiders
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Einen Sieg gibt´s nicht für ´nen Appel und ´n Ei: BVB-Trainer Jürgen Klopp (links) und sein Gladbacher Kollege Hans Meyer. Foto: imago/Team2

Mönchengladbach. Nach der 1:2-Hinspielniederlage von Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund war die Atmosphäre zwischen den Trainern freundschaftlich - anders als in den 90 Minuten zuvor zwischen ihren Spielern.

„Ich hoffe, dass ihr am 34. Spieltag schon am Ziel eurer Träume seid. Und wir in einer Position sind, die uns den Klassenerhalt noch ermöglicht. Vielleicht könnt ihr uns dann die Punkte überlassen, die wir noch brauchten.” Also flachste Hans Meyer mit seinem BVB-Kollegen Jürgen Klopp.

Das, was der 66-jährige Trainer beeinflussen konnte, hat er erledigt: Seine Mönchengladbacher sind selbst ihres Glückes Schmied. Doch die andere Hälfte der Wunsch-Prophezeiung entzog sich dem Drehbuch Meyers: Dortmund muss im Borussia-Park gewinnen, um sich unabhängig vom HSV-Ergebnis einen Europa-League-Platz zu sichern.

Mit halben Sachen hat Gladbach schlechte Erfahrungen gemacht. Jüngst bei der Niederlage vor sieben Tagen gegen Bayer Leverkusen. Allein vertrauend auf ihr fußballerisches Vermögen versäumten Paauwe & Co. es, den spielstarken Leverkusenern das Kicken zu vermiesen.

Hüh, aber nicht ohne hott: „Wir müssen den Mittelweg finden”, fordert Sportdirektor Max Eberl, erwiesener Maßen Experte in Sachen unangenehm sein für den Gegenspieler. „Wie in Cottbus: Defensiv gut stehen, aber immer wieder beweisen, dass Dortmund hinten sich nicht sicher sein kann.” Sein Trainer umschreibt den Ganzheitsanspruch ähnlich: „Wir müssen konzentrierter sein, gut stehen wie gegen Wolfsburg und den BVB so piesacken, dass sie nicht zur Ruhe kommen.”

Für Marko Marin könnte es womöglich sein Abschiedsspiel sein. Wenn von Anfang an, dann wohl kaum an der Seite seines ab und zu mal kongenialen Partners Alexander Baumjohann. Gut zu stehen und das potenzielle Kreativ-Duo sind noch zu häufig ein Widerspruch, auch wenn beide den Piesack-Teil übernehmen könnten. Zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten könnte es einen unkonventionellen Feiertag geben - auch ohne Sieg. „Wiederaufstieg”, tauft ihn Hans Meyer. „Denn wir waren schon abgestiegen.”

Voraussichtliche Aufstellung: Bailly - Levels (Stalteri?), Brouwers, Dante, Daems - Paauwe, Galasek - Bradley - Matmour, Colautti, Marin
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