Mönchengladbach/Dortmund - Meyer freut sich über sein „junges Gemüse”

Meyer freut sich über sein „junges Gemüse”

Von: Bernd Schneiders
Letzte Aktualisierung:
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Soll Licht ins Abwehr-Dunkel des Tabellenletzten bringen: Mönchengladbachs neuer Innenverteidiger Dante, wesentlicher Bestandteil der erworbenen Rettungs-Riege. Foto: Dieter Wiechmann

Mönchengladbach/Dortmund. Es war keine Triumphfahrt zurück von Dortmund nach Mönchengladbach an den Niederrhein für Hans Meyer. Zwar hatte die Abordnung des Mönchengladbacher Trainer gerade das hochkarätig besetzte Hallenturnier in der Ruhrmetropole gewonnen. Das Dienstfahrzeug blieb ungeschmückt, und auch ein Mini-Auto-Korso blieb aus.

Zum Freund des Kicks unterm Dach mutiert der 66-Jährige auch nach diesem Achtungserfolg nicht. Aber nicht nur deshalb hatte er nicht an der Bande gestanden. Meyer hatte zeitüberschneidend mit einer anderen Gruppe am Borussia-Park trainiert. Darunter die Neuzugänge Tomas Galasek, Dante und Paul Stalteri.

Lediglich Borussia neuer Torhüter Nr. 1, Logan Baily, nahm als zweiter Mann hinter Youngster Frederic Löhe am Ausflug nach Dortmund teil, weil Christofer Heimeroth noch Probleme mit seiner Narbe hat.

„Das erste Spiel habe ich nicht gesehen”, schmunzelte der Chef-Trainer. Das war das einzige, das (gegen Leverkusen) unter der Federführung der Co-Trainer Manfred Stefes und Jürgen Raab verloren ging. Anschließend wurde nur noch gewonnen, mit Meyer als Zuschauer. Dessen (ironischer) Schluss: „Das war das Gesetz der Angst.”

Bei der Auswahl seiner Hallenkünstler lag ein anderes Gesetz zugrunde: „Ich habe bis auf Oliver Neuville nur junges Gemüse spielen lassen.” Das soll auch weiter prächtig im Borussen-Biotop sprießen, wenn auch weniger unter der Hege und Pflege des 35-jährigen Neuville. Mehr unter der Assistenz der Routiniers Galasek und Stalterie.

Dennoch steht der Stürmer kurz vor der Verlängerung seines auslaufenden Vertrags um ein weiteres Jahr. Eine Entscheidung, die wohl nicht nur einen sportlichen Hintergrund besitzt. Ein unzufriedener Neuville wäre als Publikums- und Boulevard-Liebling ein potenzieller Unruheherd.

Wichtiger als jeder Hallen-Titel ist derzeit die Vorbereitung auf die Rettungsaktion. Grundlagen müssen für den Rückrundenstart Ende Januar nicht mehr gelegt werden. „Wir haben extra eine Woche länger hart trainiert”, erklärt Meyer. Innere und äußere Kälte fürchtet er nicht. „Wir haben ein beheiztes Trainingsgelände, und für das Teambuilding können wir ins Solarium gehen.”

„Etwas Kraft-, aber vor allem Taktiktraining und spezielle Ausdauer” stehen im Pflichten-Buch für die nächsten vier Wochen. Das Buch mit den Einkäufen scheint zugeklappt. „Eigentlich”, orakelt Meyer, der sich wundert, dass „Bochum das bezahlen kann, was Diego Klimowicz forderte”. „Aber wenn drei Tage vor Transferende ein Weltklassestürmer ablösefrei zu haben ist ...”
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