Freiburg - Meier freut sich über „einen Fortschritt”

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Meier freut sich über „einen Fortschritt”

Von: Achim Schmidt
Letzte Aktualisierung:
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„Was soll ich machen? Irgendwann gehen die Bälle wieder rein.” Lukas Podolski, der in Freiburg zweimal nur die Latte traf. Foto: ddp

Freiburg. Dass Lukas Podolski mittlerweile im Trikot des 1. FC Köln seit 971 Minuten ohne Torerfolg ist, störte seine jungen Fans aus dem Breisgau nicht im geringsten. Als der Nationalspieler am späten Samstagnachmittag den Kabinentrakt des Freiburger Stadions verließ, um den Mannschaftsbus zu besteigen, flehten die am Gitter wartenden Mädchen kreischend um ein Autogramm.

Podolski nahm dieses Szenario schmunzelnd zur Kenntnis und erfüllte minutenlang die Wünsche nach seiner Unterschrift. Zuvor, bei Spielende auf dem Rasen, hatte bei dem 24-jährigen Angreifer und seinen kölschen Leidensgenossen noch die Enttäuschung vorgeherrscht. Dem 0:0 der Kölner beim dortigen Fußballclub konnten er und seine Mitspieler nämlich nur wenig positives abgewinnen.

Es war das sechste 0:0 für den FC in dieser Saison, das dritte in Folge nach den torlosen Begegnungen in Bochum und Bremen. Und es war auch die sechste Auswärtspartie hintereinander, in der die Geißböcke keinen Gegentreffer hinnehmen mussten. Das ist Bundesliga-Rekord.

Aber rekordverdächtig ist natürlich auch, dass in den bislang 16 ab solvierten Spieltagen mickrige sieben Tore ausgereicht haben, um 15 Punkte zu sammeln. Der Leverkusener Stefan Kießling (12) und der Schalker Kevin Kuranyi (8) haben somit bislang jeweils mehr Treffer erzielt als die ganze Kölner Mannschaft zusammen.

Fast hätte Podolski in Freiburg an seiner Torflaute und der des gesamten Teams etwas ändern können. Gleich zweimal traf der Nationalspieler, der unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw in der ersten Halbzeit couragiert aufspielte, nach dem Seitenwechsel jedoch abbaute, nur die Latte (11./29.).

„Was soll ich machen. Irgendwann gehen die Bälle wieder rein. Es geht immer weiter”, bilanzierte Podolski die zwei entscheidenden Szenen aus Kölner Sicht, wobei er sich die Bälle in Ermangelung guter Anspiele immer wieder selbst im Mittelfeld holen musste.

Zittern war bei den Gästen, bei denen die Innenverteidigung mit Youssef Mohamad und Pedro Geromel nur wenig Freiburger Torchancen zuließ, in der 45. Minute angesagt.

FC-Schlussmann Faryd Mondragon konnte einen Schuss von Mohamadou Idrissou mit dem Fuß gerade noch abwehren. Glück hatte die Kölner Nummer eins, dass Schiedsrichter Felix Zwayer kurz vor dem Abpfiff nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Der Kolumbianer hatte Tommy Bechmann im Strafraum zu Fall gebracht.

Keine Gnade kannte der Unparteiische dann allerdings in der Nachspielzeit, als er Maniche die Gelbe Karte zeigte. Es war bereits die fünfte in dieser Spielzeit für den Portugiesen, der damit im letzten Spiel des Jahres am Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg fehlen wird.

Soldo ist zufrieden

Nach einer insgesamt schwachen Begegnung mit zahlreichen Fehlpässen und Missverständnissen auf beiden Seiten resümierte FC-Trainer Zvonimir Soldo, der insbesondere die vielen Ballverluste in der zweiten Halbzeit bemängelte: „In unserer Situation wären drei Punkte natürlich wichtig gewesen, aber nach dem Spielverlauf müssen wir mit dem 0:0 zufrieden sein.”

Manager Michael Meier sah sogar „einen Fortschritt” zu einigen vorhergehenden Spielen. „Das war es so, dass wir uns überhaupt keinen Chancen herausgespielt haben beziehungsweise kaum aufs Tor geschossen haben. Es freut mich besonders, dass Podolski einen Nachweis seiner Klasse abgeliefert hat.”
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